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Deutschland wächst um 400.000 Menschen

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Zuwanderung 2018 - Deutschland wächst um 400.000 Menschen

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Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr durch Zuwanderung weiter gewachsen. Ein großer Teil kam aus der EU.

Archiv: Zahlreiche Menschen, aufgenommen am 13.09.2017
Quelle: colourbox.de

Im vergangenen Jahr sind rund 400.000 Menschen mehr nach Deutschland gekommen als weggezogen, das teilte das Statistische Bundesamt mit. Demnach gab es insgesamt 1,58 Millionen Zuzüge aus dem Ausland, während 1,18 Millionen Menschen ins Ausland zogen. Die sogenannte Nettozuwanderung ging damit leicht zurück - im Jahr 2017 lag sie noch bei 416.000 Menschen.

Großer Teil aus der EU

Besonders aus den anderen 27 EU-Staaten kamen viele Menschen zu uns. Hier lag der Wanderungsüberschuss bei 202.000 Menschen und damit deutlich über dem von Staatsangehörigen aus Asien mit 118.000, aus den sonstigen europäischen Ländern kamen 85.000 und aus Afrika 34.000 Menschen. Aus der EU kamen vor allem Zuwanderer mit rumänischer, kroatischer und bulgarischer Staatsangehörigkeit. Unter den asiatischen Zuwanderern waren es vor allem Personen mit syrischer (34.000), indischer (17.000) und iranischer (14.000) Staatsangehörigkeit.

Aus welchen Länder die meisten Zuwanderer nach Deutschland kommen und wie viele Menschen ins Ausland gehen, zeigt die interaktive Karte.

Erhöht hat sich die Zuwanderung von Deutschen, die bisher im Ausland lebten. Sind im Jahr 2017 noch 167.000 Deutsche aus dem Ausland wieder nach Deutschland gezogen, waren es im vergangenen Jahr 202.000. Noch mehr deutsche Staatsbürger, nämlich 262.000, wanderten allerdings ins Ausland aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 249.000 Menschen.

Mehr Zuzüge in die neuen Bundesländern

Innerhalb Deutschlands hat Brandenburg mit einem Plus von 15.000 Personen gegenüber den anderen Bundesländern am meisten von innerdeutschen Wanderungen profitiert, gefolgt von Bayern (9.000) und Schleswig-Holstein (8.000). "Für Brandenburg und Schleswig-Holstein handelt es sich vor allem um Zuzüge aus Berlin und Hamburg", erklärten die Statistiker. Wegen steigender Mieten und Immobilienpreise zieht es viele Großstädter ins Umland. Nordrhein-Westfalen (-10.000) und Berlin (-8.000) verloren die meisten Einwohner an andere Bundesländer.

Für das vergangene Jahr 2018 ergab sich erneut ein positiver Binnenwanderungssaldo von 700 für Länder im Osten Deutschlands (ohne Berlin-Ost) gegenüber dem früheren Bundesgebiet (ohne Berlin-West). 2017 hatte es zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung mehr Zuzüge aus den alten in die neuen Bundesländern gegeben als umgekehrt (+4.000).

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