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Bildungsministerin Karliczek - Ministerin will Impfungen an Schulen anbieten

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Masern und andere Infektionskrankheiten nehmen zu, hierzulande ist eine Impfpflicht im Gespräch. Bildungsministerin Karliczek hält es für sinnvoll, Impfungen an Schulen anzubieten.

Archiv: Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis eine junge Patientin mit einer Spritze am 28.02.2018 in Hannover
Bildungsministerin Anja Karliczek will über die Schulen den Zugang zu Impfungen erleichtern.
Quelle: dpa

Impfungen sollten nach Ansicht von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) künftig auch in der Schule angeboten werden. Die meisten Ungeimpften seien keine Impfgegner, die Hürden für eine Impfung seien ihnen aber zu hoch, sagte die Ministerin. Unabhängig von der diskutierten gesetzlichen Impfpflicht müsse man hier ansetzen.

"Sollten Fakten besser vermitteln"

Anja Karliczek in der Debatte im Bundestag.
Ministerin Anja Karliczek: Fakten besser vermitteln
Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

"Wir sollten die Fakten besser vermitteln und den Zugang zu Impfungen erleichtern, etwa durch Impfungen in Schulen und Betrieben", sagte Karliczek. "Impfungen gehören zu den großen wissenschaftlichen Errungenschaften der Medizin und retten Leben."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereitet derzeit Vorschläge für eine Impfpflicht vor, die im Mai vorgelegt werden sollen. Spahn hat sich grundsätzlich für verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder in Kitas und Schulen ausgesprochen. Masern sind hochansteckend und können in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen.

Falsche Mythen über Impfungen verbreitet

Nach Angaben des Deutschen Ethikrats sind fast die Hälfte aller an Masern Erkrankten in Deutschland Erwachsene. Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote müssten sich deshalb nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene richten, forderte das Gremium, das Bundesregierung und Bundestag berät. 97,1 Prozent der Kinder hätten bei der Einschulung bereits die Erstimpfung gegen Masern - ein Problem sei die Quote bei den Zweitimpfungen, die für einen kompletten Schutz wichtig sind.

Einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie im Auftrag der EU-Kommission zufolge wissen viele Menschen zu wenig über das Impfen. So nähmen 46 Prozent der Deutschen fälschlicherweise an, dass Impfstoffe häufig ernste Nebenwirkungen hätten. 42 Prozent der befragten Deutschen glaubten, eine Impfung könne genau die Krankheit auslösen, vor der sie schützen soll.

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