Sie sind hier:

Karliczek zu Pisa-Studie - "Andere Staaten ziehen an uns vorbei"

Datum:

Die Ergebnisse der Pisa-Studie sind so schlecht wie lange nicht. Die Bildungsministerin ist nicht zufrieden - der Präsident der Kultusministerkonferenz zeigt sich zuversichtlicher.

Im Pisa-Test haben deutsche Schüler schlechter abgeschnitten als beim vorangegangenen Test vor drei Jahren. Die Werte liegen aber immer noch über dem Durchschnitt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) kann Deutschland mit den Ergebnissen seiner Schüler bei der Vergleichsstudie Pisa nicht zufrieden sein. "Mittelmaß kann nicht unser Anspruch sein", sagte die CDU-Politikerin laut einer gemeinsamen Mitteilung ihres Ministeriums und der Kultusministerkonferenz vom Dienstag. Karliczek hob hervor, dass Deutschland ein gutes Schulsystem habe und auch in dieser Pisa-Studie leicht über dem OECD-Durchschnitt liege. "Damit können wir aber nicht zufrieden sein. Andere Staaten ziehen an uns vorbei."

Besonders bedenklich sei, dass jeder fünfte 15-Jährige nicht einmal auf Grundschulniveau lesen könne, sagte Karliczek. Bund und Länder seien gemeinsam gefordert, das Bildungssystem weiter zu verbessern, "jeder in seinem Verantwortungsbereich". So werde der Bund Programme zur frühkindlichen Leseförderung "noch konsequenter weiterverfolgen".

Warum haben die deutschen Schüler so schlecht abgeschnitten? Mehr zu den Ergebnissen der Studie 2018 können Sie hier nachlesen:

Schüler im Gymasium in Alsdorf (NRW).

OECD-Studie - Pisa: Deutschland so schlecht wie lange nicht

Lesen, Mathe, Naturwissenschaften: In allen Fächern fallen die deutschen Schüler zurück. Die Gründe: Die Schere zwischen Arm und Reich sowie schlecht ausgestattete Schulen.

von Robert Meyer

Schüler mit Migrationshintergrund haben sich verbessert

Es gelingt den Schulen, bei einer deutlich stärkeren Heterogenität der Schülerschaft weiterhin gute Ergebnisse im internationalen Vergleich zu erzielen.
Alexander Lorz, Präsident der Kultusministerkonferenz

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, der hessische Ressortchef Alexander Lorz (CDU), erklärte, im internationalen Vergleich verfügten 15-Jährige in Deutschland über gute Kompetenzen. "Es gelingt den Schulen, bei einer deutlich stärkeren Heterogenität der Schülerschaft weiterhin gute Ergebnisse im internationalen Vergleich zu erzielen." Ihn stimme zuversichtlich, dass Schüler mit Zuwanderungshintergrund in der zweiten Generation sich gegenüber früheren Pisa-Studien deutlich verbessert hätten: "Es belegt, dass die Schulen einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Integration in unsere Gesellschaft leisten."

Die deutschen Schüler haben sich in dem internationalen Leistungsvergleich Pisa leicht verschlechtert. Sowohl im Lesen als auch in Mathematik und Naturwissenschaften erzielten sie etwas weniger Punkte als bei der vorherigen Pisa-Studie, die 2016 veröffentlicht wurde.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.