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Brutaler Missbrauch - Kinderporno-Razzia: Bisher 14 Festnahmen

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Im Zuge der Ermittlungen zur Kinderpornoplattform "Elysium" mit fast 90.000 Mitgliedern sind in Deutschland und anderen Ländern bislang 14 Verdächtige gefasst worden. Zwölf von ihnen werden verdächtigt, ihre eigenen Kinder missbraucht oder anderen Forenmitgliedern überlassen zu haben.

Die Ermittler hatten bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass sie die im Darknet agierende Plattform abgeschaltet und einen 39-jährigen Mann aus Hessen als mutmaßlichen Betreiber festgenommen hatten. Das weltweit genutzte Netz mit zuletzt 87.000 Mitgliedern bestand demnach seit Ende 2016. Die Plattformmitglieder sollen Kinderpornografie getauscht und Verabredungen zum sexuellen Missbrauch getroffen haben.

Auch Festnahmen in Bayern und Österreich

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt (BKA) gaben nun weitere Details bekannt. So wird etwa ein 61-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg am Lech verdächtigt, die beiden fünf und sieben Jahre alten Kinder eines österreichischen Forenmitglieds sexuell missbraucht zu haben. Er sitzt bereits seit Mitte Mai in Untersuchungshaft. Er soll zudem als "Grafiker" für das Erscheinungsbild der Plattform "Elysium" ("Land der Seligen" oder "das vollkommene Glück") verantwortlich gewesen sein.

Auch der 28-jährige Österreicher, der dem 61-Jährigen seine eigenen Kinder zum sexuellen Missbrauch überlassen haben soll, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen. Ihm wird zudem zur Last gelegt, seine Kinder über Jahre selbst schwer missbraucht und sie auch einem 40-jährigen Österreicher überlassen zu haben. Dieser wurde ebenfalls festgenommen. Beide Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Weltweit laufen weitere Ermittlungen

In Deutschland sitzen zudem drei weitere Verdächtige in Untersuchungshaft. Einem 56-jährigen Mann aus dem Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg wird vorgeworfen, als sogenannter Moderator die Foren der Plattform betreut zu haben. Zudem wird gegen einen 41-Jährigen aus Berlin und einen 40-Jährigen aus Dresden ermittelt.

Es laufen laut Generalstaatsanwaltschaft und BKA weltweit weitere Ermittlungen. Beteiligt ist daran unter anderem die europäische Polizeibehörde Europol. In die Ermittlungen sind unter anderem Behörden in Österreich, Italien, Neuseeland und Australien eingebunden.

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