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Cryptowährungen unter Druck - Bitcoin-Achterbahn: Wieder abwärts

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Die Digitalwährung Bitcoin sackt kurz vor Weihnachten zeitweise auf einen Kurswert von unter 13.000 Dollar ab. Auch die meisten anderen Cryptowährungen büßen an Wert ein.

Archiv: Bitcoin Münzen und Dollarscheine liegen neben einer Tastatur, aufgenommen am 06.11.2017
Quelle: reuters

Die Digitalwährung Bitcoin hat kurz vor Weihnachten deutlich an Wert verloren. Auf diversen Handelsplattformen rutschte der Bitcoin am Freitagmorgen unter die Marke von 13.000 Dollar und bewegte sich auf 12.000 Dollar zu. Damit hat der jüngste steile Kursanstieg zumindest vorerst ein abruptes Ende gefunden: Am Wochenende war der Bitcoin noch auf 20.000 Dollar zugelaufen. Auch alternative Kryptowährungen wie Ethereum und Litecoin büßten am Freitag prozentual zweistellig an Wert ein.

Der Bitcoin-Absturz riss auch Aktien von Unternehmen, die im weitesten Sinne mit der Cyber-Devise zu tun haben, mit in die Tiefe: Die Titel der Bitcoin Group, die mit Bitcoin.de die einzige deutsche Börse für Kryptowährungen betreibt, verloren zeitweise knapp 24 Prozent ihres Wertes. An der Wall Street brachen Long Island Iced Tea, LongFin, Marathon, Overstock.com, Social Reality, Square und Xunlei um bis zu 27 Prozent ein. Diese Unternehmen beschäftigen sich mit der Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin und andere Cyber-Devisen basieren. Allerdings hatte der Hype um Krypto-Währungen diesen Firmen in den vergangenen Monaten Kursgewinne von teilweise 1.000 Prozent beschert.

Durch Panikverkäufe zum Kursfall

Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX, sprach von Panik-Verkäufen. "Zahlreiche Privatanleger dürften sich in den letzten Tagen die Finger an digitalen Talern verbrannt haben." Nach Einschätzung des Analysten Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital ist es aber fraglich, dass die Spekulationsblase geplatzt ist. Schließlich seien drastische Kursausschläge bei Kryptowährungen an der Tagesordnung. "Um die Totenglocken zu läuten, ist es noch zu früh. Es sieht eher danach aus, dass es an der Zeit ist, Gewinne einzustreichen und sie für extra-festliches Weihnachten auszugeben." Trotz der aktuellen Kursverluste kostet ein Bitcoin derzeit immer noch etwa zehn Mal so viel wie zu Jahresbeginn.

Schaden Spekulanten dem Ziel der freien Währung?

Der Bitcoin-Gemeinde ist durchaus bewusst, dass die Vereinnahmung durch Spekulanten ihrem Ziel einer freien Währung schaden kann, die Dollar oder Euro einmal Konkurrenz machen könnte. Nicht zuletzt, um Transaktionen zu erleichtern und der Zockerei etwas entgegenzusetzen, wurde im August nach langen Querelen in der Community der Bitcoin Cash vom Bitcoin abgespalten. Seitdem ist der Kurs aber auch hier explodiert. Und der Versuch der Handelsplattform Coinbase, Bitcoin Cash aufzunehmen, hat nur zu weiteren Turbulenzen geführt. In Kreisen der Bitcoin-Fans wird diese Aufnahme als Auslöser des Kursfalls spekuliert, doch die Meinungen gehen auch hier auseinander. Der Hype um Kryptogeld scheint einfach zu groß, um Spekulanten fernzuhalten.

Die Cryptowährung Bitcoin

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