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Black Friday in den USA - Schnäppchenjäger im Kaufrausch

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Am Tag nach Thanksgiving startet in den USA das Weihnachtsgeschäft. Am Black Friday locken Einzelhändler mit Sonderangeboten und Rabatten. Kunden stehen stundenlang Schlange.

Wegen des "Black Fridays" rechnet der Einzelhandel mit zusätzlichen Einnahmen von rund 1,7 Milliarden Euro.

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Adam Callans hat sein Nachtlager draußen aufgeschlagen. Gemeinsam mit Hunderten anderen Schnäppchenjägern wartet er darauf, dass am Freitag Punkt neun Uhr morgens die Türen aufgehen. Der 33-Jährige will allerdings keine X-Box kaufen, kein Handy und keinen Fernseher, sondern Bier. Nicht irgendein Bier, sondern Goose Island Bourbon County Brand Stout.

Das Kultbier aus Chicago wird traditionell jedes Jahr am Black Friday ausgeschenkt. 13 Dollar kostet eine Flasche. Ein echtes Schnäppchen.

Bier, Designerjeans, Küchenmaschinen

Nicht nur in der Goose-Island-Brauerei, überall in den USA bereiten sich Einzelhändler und Schnäppchenjäger auf den Black Friday vor. Immerhin gilt der Freitag nach Thanksgiving als offizieller Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Amazon, Walmart, Apple und Co. locken die Kunden mit Sonderangeboten.

Um Küchenmaschinen, Designerjeans und Handys zu Dumpingpreisen zu erwischen, muss allerdings niemand auf der Straße campen. Die meisten Einzelhändler gewähren Rabatte und Preisnachlässe online und offline - und längst nicht mehr nur für 24 Stunden am Black Friday. Mindestens genauso beliebt ist inzwischen der Cyber Monday.

"Ich habe am Black Friday vergangenes Jahr für einen Spottpreis 20 Fußbälle erstanden", sagt Eric, Familienvater aus New York. "Das perfekte Weihnachtsgeschenk für das Fußballteam meines Sohnes."

Billionen-Dollar-Business

Insgesamt 1.05 Billionen Dollar werden die Amerikaner in diesem Jahr in der Vorweihnachtssaison ausgeben - sechs Prozent mehr als 2016. Ein Großteil der Geschenke wird tatsächlich in der Woche nach Thanksgiving eingekauft.

Allerdings hat der Black Friday seit ein paar Jahren Konkurrenz bekommen. Der Super Saturday, der letzte Samstag vor Weihnachten, ist inzwischen der Tag, an dem am meisten Geld ausgegeben wird, erklärt Dawn Eber von der Unternehmensberatung PWC. "2015 gaben 59 Prozent der Befragten an, ihre Weihnachtseinkäufe am Black Friday zu erledigen. In diesem Jahr planen das nur noch 39 Prozent der Amerikaner."

Mehr Hype als Deal

"Für mich ist das Ganze ohnehin mehr ein Hype als ein Deal", sagt Tina, eine Mutter aus Brooklyn. "Um 20 Dollar zu sparen, stehe ich nicht stundenlang in einer Schlange oder stelle den Wecker auf Mitternacht, damit ich online zuschlagen kann."

Und Coco, eine 19-jährige Studentin aus New York, meint, Black Friday sei für sie vor allem ein soziales Event, eine Party mit Freunden. Für den Einzelhandel bleibt der Black Friday allerdings das wichtigste Shopping-Event im Jahr. Angeblich ist es der Tag im Kalenderjahr, an dem der Einzelhandel schwarze Zahlen schreibt, also Profite macht.

Meditation statt Kaufrausch

Neem Dewji wird am Black Friday weder bei Walmart noch bei Best Buy an der Kasse stehen. Statt dessen leitet sie im Wave Hill Park in der Bronx eine Meditation. "Wir lassen uns vom Frieden und der Ruhe in der Natur statt vom Kaufrausch und Konsum inspirieren", sagt die Yogalehrerin. Kommen kann jeder. Kosten? Keine.

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