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Koblenz - Bombe entschärft - Evakuierung aufgehoben

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Der Koblenzer Blindgänger ist entschärft, die Evakuierung aufgehoben. Das meldete die Polizei um 16:13 Uhr. Nur etwa 45 Minuten brauchte der Kampfmittelräumdienst für die gefährliche Aktion. Derweil bereitet sich Frankfurt am Main auf die Entschärfung eines noch größeren Blindgängers am Sonntag vor.

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe mussten in Koblenz fast 20.000 Einwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Auch in Frankfurt am Main steht eine Bombenentschärfung bevor: Und mit ihr die größte Massenevakuierung der Nachkriegszeit.

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In Frankfurt läuft derzeit mit gut 60.000 Betroffenen die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Auch Neugeborenen-Station betroffen

Dort soll am Sonntag eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine unschädlich gemacht werden. Aus der Sperrzone wurden bereits Patienten aus zwei Krankenhäusern verlegt. Außer dem Bürgerhospital und dem Marienkrankenhaus müssen noch zehn Altenheime geräumt werden.

Von der größten Geburtsstation Hessens im Frankfurter Bürgerhospital wurde mittlerweile das letzte Baby in eine umliegende Klinik verlegt, wie Steffen Kunzmann, Chefarzt der Neonatologie, sagte. Bereits seit Donnerstag wurden nach und nach Neugeborene weggebracht. Insgesamt waren 20 Babys betroffen.

Außerdem mussten aus dem 320-Betten-Haus laut Klinikangaben etwas mehr als 100 erwachsene Patienten umtransportiert werden. Auf der Nibelungenallee bildeten Rettungswagen vor der Klinik eine lange Warteschlange, bevor sie auf den Klinikhof fahren und Patienten übernehmen konnten.

Entschärfung am Nachmittag

In Koblenz haben am Samstag 21.000 Menschen ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen müssen. Schon in den Tagen zuvor war das Koblenzer Gefängnis in der Sperrzone geräumt worden - die Häftlinge kamen in andere Haftanstalten. Auch Patienten eines Krankenhauses wurden verlegt.

Durch den Hauptbahnhof im Sperrgebiet fuhren seit 13:00 Uhr noch Züge ohne Halt, während der Entschärfung zwischen 15:30 Uhr und 16:15 Uhr wurde der linksrheinische Bahnverkehr ganz unterbrochen. Auch der Bahnhof Moselweiß mit den Zügen Richtung Trier wurde gesperrt, ebenso wie die B9. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein war nicht beeinträchtigt, die Sperrzone endete vor dem Fluss.

Gegen 15:30 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst damit beginnen, den 500-Kilogramm-Blindgänger mit etwa 230 Kilogramm Sprengstoff zu entschärfen. Er war am vergangenen Montag bei Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten im Stadtteil Karthause entdeckt worden.

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