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Neue Fabrik in Dresden - Bosch kündigt größtes Investment der Firmengeschichte an

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Der Technologiekonzern Bosch baut in Dresden eine neue Halbleiterfabrik. Eine Milliarde Euro soll das Werk kosten. Das sei die "größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte", schwärmt das Unternehmen. Doch auch der Steuerzahler finanziert das Werk mit.

Der Autozulieferer Bosch baut ein neues Halbleiterwerk in Dresden und schafft bis zu 700 neue Arbeitsplätze in der Elbmetropole. Die Investition in die neue Chipfabrik belaufe sich auf rund eine Milliarde Euro, teilte Bosch mit. Es handele sich um die "größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte von Bosch", erklärte Unternehmenschef Volkmar Denner. Der Bund will sich nach den Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig mit bis zu 200 Millionen Euro beteiligen, auch Sachsen hilft bei der Finanzierung.

Das Werk soll Chips für vernetzte Geräte im Internet der Dinge sowie für die Autoindustrie produzieren. Der Bau soll laut Bosch bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Nach einer Anlaufphase soll die Produktion dann voraussichtlich Ende 2021 beginnen.

Politik begrüßt Investitionspläne

Halbleiter sind laut Bosch eine Schlüsseltechnologie für das moderne Leben, vor allem bei der zunehmenden Vernetzung, Elektrifizierung und Automatisierung in der Industrie, in der Mobilität und auch im privaten Wohnumfeld, dem sogenannten Smart Home.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) freute sich über die "nächste gute Entscheidung für Europas führendes Mikroelektronik-Cluster hier bei uns in Sachsen". Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) begrüßte "die Investition von Bosch in den Hochtechnologiestandort Deutschland". Die Stärkung der Halbleiterkompetenz durch Bosch, das schon seit mehr als 45 Jahren Halbleiter-Chips herstellt, sei "ein ganz wichtiger Schritt für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit auch des Industriestandorts Deutschland".

"Wir haben wirklich weltweit geschaut und uns dann entschieden für Dresden", sagte Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel. Den Ausschlag hätten dabei nicht nur für Fördergelder gegeben, sondern unter anderem auch die Nähe zu Forschungseinrichtung und die Erfahrung der Region im Halbleiterbereich, betonte er.

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