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Zahlen und Fakten - So geht’s Brandenburg – Überblick in Grafiken

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Weniger und ältere Einwohner als in vielen anderen Bundesländern, sinkende Arbeitslosigkeit dank des Berlin-Booms: Brandenburg - ein Überblick in Grafiken.

Blick auf Potsdam

Brandenburg mit der Landeshauptstadt Potsdam liegt im Nordosten Deutschlands. Mit einer Fläche von rund 29.700 Quadratkilometern zählt es zu den mittelgroßen Bundesländern. 2,5 Millionen Menschen leben dort, das sind drei Prozent der deutschen Bevölkerung. Bezogen auf die Fläche weist das Bundesland die zweitniedrigste Einwohnerdichte Deutschlands auf.

Betrug vor der Wiedervereinigung die Einwohnerzahl rund 2,7 Millionen, sank sie in den Folgejahren aufgrund von Abwanderung und Geburtendefizit drastisch. 2015 wurden dann die in Deutschland angekommenen Flüchtlinge auf alle Bundesländer verteilt; die Brandenburger Bevölkerung vergrößerte sich damit zum zweiten Mal in Folge seit dem Jahr 2000.

Der Bevölkerungsschwund geht gleichzeitig mit einer extremen Überalterung einher: Von 1991 bis 2017 hat sich in Brandenburg der Anteil der Menschen, die 65 Jahre und älter sind, verdoppelt.

Die Arbeitslosenquote ist mit 5,7 Prozent höher als der deutsche Durchschnitt von 5,0 Prozent. Sie liegt unter dem ostdeutschen Durchschnitt (6,3 Prozent) und sinkt weiter. Von der Beschäftigungsdynamik in der Bundeshauptstadt Berlin profitieren die Brandenburger: Die Anzahl der Pendler nach Berlin ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und erreicht inzwischen fast 200.000 Personen mit einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstelle.

2018 verließen in Brandenburg 7,5 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Schulabschluss. Die Deutschlandquote der Abbrecher lag bei 6,5 Prozent. Bei den Schulabschlüssen mit allgemeiner Hochschulreife lag Brandenburg mit 48,4 Prozent deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 40,3 Prozent.

In Ostdeutschland gibt es im bundesweiten Vergleich verhältnismäßig wenige Ausländer. Der Anteil in Brandenburg liegt mit 4,7 Prozent weit unter dem deutschen Durchschnitt von 12,2 Prozent und ist erst seit der Flüchtlingskrise 2015 deutlich angestiegen (2014 lag der Ausländeranteil bei 2,6 Prozent).

Brandenburg verfügte 2017 über 1,03 Millionen Hektar Wald, der zu zwei Dritteln privaten Besitzern und zu einem Viertel dem Land Brandenburg gehört. Mit 34,8 Prozent an der Landesfläche gehört Brandenburg zu einem der waldreichen Bundesländer.

Schaut man sich den Energieverbrauch pro Kopf an, führt Brandenburg die Liste an, gefolgt vom Saarland, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Das liegt daran, dass zur Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken viel Energie nötig ist. Brandenburg ist energiewirtschaftlich geprägt durch die Braunkohle. In der Lausitz und im Spreewald zeugen riesige Abbaufelder und künstliche Seen vom Tagebau. Aber: Erneuerbare Energien gewinnen zunehmend an Bedeutung, Brandenburg gehört beispielsweise zu den Bundesländern mit den meisten installierten Windanlagen.

Bei der Internetgeschwindigkeit haben die Bundesländer im Westen die Bundesländer im Osten abgehängt. Ende des Jahres 2018 war schnelles Breitbandinternet (drahtlos oder leitungsgebunden) mit mindestens 50 Mbit/s für 82,5 Prozent aller Haushalte in Brandenburg verfügbar. Damit liegt das Bundesland auf den hinteren Rängen. Grundsätzlich haben Großstädte deutlich schnelleres Netz als ländliche Gebiete. Ballungsräume sind für Internetanbieter als Standorte attraktiver.

61,3 Prozent aller Wahlberechtigten haben bei der Landtagswahl 2019 in Brandenburg ihr Wahlrecht genutzt. Das Mindestalter für das aktive Wahlrecht liegt in Brandenburg bei 16 Jahren. Trotz hoher Verluste bleibt die SPD mit 26,2 Prozent zwar die stärkste Kraft im Land, gefolgt von der AfD mit 23,5 Prozent, die rot-rote Landesregierung in Brandenburg aber ist abgewählt.

Seit knapp 30 Jahren ist in Brandenburg die SPD die stärkste Kraft und stellt den Ministerpräsidenten. Durch die Zugewinne für die AfD und die Grünen haben sich die Kräfteverhältnisse 2019 so verändert, dass es für die Regierungskoalition in Dreierbündnis braucht.

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