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Brasiliens Präsident Bolsonaro - Warnung vor "Neuen Venezuelas"

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In Venezuela versucht Guaido seit Monaten, Maduro von der Macht zu verdrängen. Das Land steckt in einer schweren Krise. Brasiliens Staatschef warnt nun vor einem Schneeball-Effekt.

Brasiliens rechtspopulistischer Staatschef Bolsonaro. Archivbild
Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro.
Quelle: Marcos Correa/Planalto Presidencia/dpa

Brasiliens rechtspopulistischer Staatschef Jair Bolsonaro hat vor "neuen Venezuelas" in Südamerika gewarnt. "Wir müssen konkrete Maßnahmen treffen", sagte der Präsident zur Lage im Krisenland Venezuela bei einem Staatsbesuch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

Auch Argentiniens konservativer Präsident Gastgeber Mauricio Macri versicherte, er werde weiter für die "Wiederherstellung der Demokratie" in Venezuela eintreten. Welche Länder Bolsonaro als gefährdet ansah, ließ er offen.

Bolsonaro ruft Argentinier auf, mit "Vernunft" zu wählen

Jedoch rief Bolsonaro die Argentinier auf, bei der Ende Oktober anstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen ihre Stimme mit "weniger Emotion und mehr Vernunft" abzugeben. Der brasilianische Präsident hat sich mehrfach für die Wiederwahl Macris ausgesprochen und gegen eine eventuelle Rückkehr an die Macht der linkspopulistischen Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner.

Brasilien und Argentinien sind Teil der sogenannten Lima-Gruppe lateinamerikanischer Staaten, die den venezolanischen Parlamentsvorsitzenden Juan Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas anerkennt und dem linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro jegliche Legitimität abspricht. Cristina Kirchner unterstützte während ihrer Amtszeit (2007-2015) hingegen Maduro.

Machtkampf in Venezuela

In Venezuela versucht Guaidó seit Monaten, Maduro von der Macht zu verdrängen. Das Militär und vor allem arme Bevölkerungsgruppen stehen aber zu Maduro. Das Land mit den größten bekannten Ölreserven der Welt ist in den vergangenen Jahren in eine tiefe Wirtschaftskrise gerutscht. Viele importierte Waren des täglichen Lebens sind kaum noch erhältlich, die Landeswährung ist völlig entwertet.

Die Lage in Venezuela ist weiterhin kompliziert. Regierung und Opposition beanspruchen, legitime Vertreter des Volkes zu sein. Der zähe Machtkampf ist im Land allgegenwärtig.

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