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Stau am Brenner - Drei-Länder-Gipfel berät über Lösungen

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Die Verkehrsminister aus Deutschland, Österreich und Italien treffen sich in München, um über Lösungen für die kilometerlangen Staus auf der Brenner-Autobahn zu diskutieren.

Es ist eine im wörtlichen Sinne verfahrene Situation. Wenn sich die Verkehrsminister von Deutschland, Österreich und Italien auf Initiative der Europäischen Union in München treffen, geht es hart zur Sache. 

Tatsache ist: Die Lkw-Staus auf der Transitstrecke über den Brenner werden immer länger. Das verärgert nicht nur deutsche Urlauber auf der Fahrt nach Italien. Auch Lkw-Fahrer sprechen von untragbaren Zuständen. Die Fahrzeuge auf der wichtigen Strecke stehen mehr, als dass sie fahren.

Blockabfertigung kostet Zeit und Geld

Und für die Spediteure treibt es die Kosten immer mehr in die Höhe. Sie sprechen von Schikanen auf der Tiroler Seite. Da komme es oft zu einer sogenannten Blockabfertigung durch die Österreicher an der Grenze bei Kiefersfelden. Die Folge sind Lkw-Staus von bis zu 30 Kilometern nach Deutschland zurück.

Die deutsche Seite fordert daher aus ökonomischer Sicht freie Fahrt auf der Brennerautobahn. Der Warenverkehr innerhalb Europas dürfe nicht blockiert werden.

Tiroler fordern "Lkw-Obergrenze"

Dagegen wehren sich die Tiroler vehement. Sie setzen auf die ökologische Karte. Die Belastung für die Bevölkerung und die Natur entlang der Brennerstrecke habe ein unvertretbares Ausmaß erreicht. Die Tiroler fordern jetzt tatsächlich eine "Obergrenze": nicht mehr als 1 Million Lkw pro Jahr. 

Der Warenverkehr von Deutschland nach Italien soll auf die Schiene verlagert werden. Daher baue man einen "Brennerbasistunnel" für Züge. Der Tunnel soll 2026 fertig werden. Dagegen sei auf der deutschen Seite in Sachen Schienenausbau noch gar nichts geschehen.

Bau des Zug-Tunnels kommt nur schleppend voran

Tatsächlich tut sich Bayern schwer, neue Schienentrassen Richtung Inntal zu planen. Viele Gemeinden wehren sich gegen die damit verbundene höhere Lärmbelastung.

Wegen der extrem unterschiedlichen Interessen wird der Drei-Länder-Gipfel in München heute wohl nur kosmetische Verbesserungen oder Formelkompromisse beschließen können. Die Probleme in den Alpen bleiben. So weichen immer mehr Lkw auf kleinere Nebenstrecken aus und belasten dort die Umwelt.

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