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British-Airways-Mutter - Einigung bei Niki: IAG übernimmt große Teile

Datum:

Einigung im Poker um Ferienflieger Niki: Die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia übernimmt die insolvente frühere Air-Berlin-Tochter zu großen Teilen.

Insolvente Fluglinie Niki
Insolvente Fluglinie Niki Quelle: Georg Hochmuth/APA/dpa

Der zu IAG gehörende spanische Billigflieger Vueling werde die Vermögenswerte von Niki zum Preis von 20 Millionen Euro übernehmen, teilte die International Airlines Group (IAG) am späten Freitagabend mit. Zudem erklärte sich IAG bereit, der österreichischen Fluglinie für die Zeit bis zur Übernahme mit Finanzmitteln von bis zu 16,5 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. Nach Darstellung von IAG-Chef Willie Walsh passt Niki perfekt in die Strategie von Vueling.

Flugzeuge im Kaufpreis nicht enthalten

Den Angaben zufolge will IAG von Niki im Zuge des Deals bis zu 15 Mittelstreckenjets aus der Airbus A320-Reihe übernehmen, außerdem ein "attraktives" Paket aus Start- und Landerechten an Flughäfen wie Wien, Düsseldorf, München, Palma de Mallorca oder Zürich. Die Flugzeuge selbst sind in dem Kaufpreis allerdings nicht enthalten.

Die Niki-Jets sind allesamt geleast und gehören teilweise bereits der Lufthansa, die die Übernahme der Niki nach Bedenken der EU-Kommission abgeblasen hatte.

Löwenanteil der Mitarbeiter soll übernommen werden

Von der Genehmigung durch die EU-Wettbewerbshüter macht auch IAG das Zustandekommen der Niki-Übernahme abhängig. Der Konzern will den Kauf über eine neue, österreichische Tochter von Vueling abwickeln und 740 der rund 1.000 Mitarbeiter übernehmen.

Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther und IAG standen bei der Einigung unter starkem Zeitdruck. So sollte der Niki-Verkauf nach bisheriger Planung bis zum Sonntag unter Dach und Fach sein. Hintergrund ist, dass die Airline ansonsten Gefahr läuft, die Betriebserlaubnis und damit die wertvollen Start- und Landerechte, die sogenannten Slots, an den Flughäfen zu verlieren. Zudem drohte Niki das Geld auszugehen.

Fünf Mitbieter ausgestochen

Die Tochtergesellschaft der seit Monaten insolventen Air Berlin hatte vor zwei Wochen Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt. Zuvor war die bereits ausgehandelte Übernahme durch den deutschen Marktführer Lufthansa an Bedenken der EU-Wettbewerbshüter über mögliche Monopolstrecken abgesagt worden.

Ursprünglich hatten sich sechs Bieter verbindlich um den Kauf der Niki bemüht. Am Donnerstag legte sich der Gläubigerausschuss darauf fest, nur noch mit einem Bieter weiter zu verhandeln, der spanisch-britischen Holding IAG.

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