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Buenos Aires rüstet sich - Sorge vor Gewalt bei G20-Gipfel

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Argentinien steckt in einer schweren Krise - und ausgerechnet jetzt kommt der G20-Gipfel zu Besuch in die argentinische Hauptstadt.

Polizeisperre im Zentrum von Buenos Aires.
Polizeisperre im Zentrum von Buenos Aires.
Quelle: Carlos Brigo/dpa

Buenos Aires rüstet sich mit 25.000 Polizisten und Soldaten für den ersten G20-Gipfel in Südamerika: Donald Trump und die anderen Staats- und Regierungschefs reisen in angespannter Lage nach Argentinien. Die Sorge vor dramatischen Bildern wie beim G20-Gipfel in Hamburg ist groß.

Ganze Straßenzüge im Zentrum der argentinischen Hauptstadt wurden abgeriegelt. Am Freitag beginnt das Treffen der 20 großen Wirtschaftsmächte offiziell. Doch bereits heute werden Proteste erwartet.

Konflikte und Krisen überlagern Gipfel

Selten war ein G20-Gipfel so überlagert von Konflikten: Die Krise des Multilateralismus, nationale Alleingänge und Abschottung, dazu die neue Eskalation zwischen der Ukraine und Russland nahe der Krim. Seit Wochen mehren sich weltweit Absturzsignale. So gibt es gegenwärtig keine größere Gefahr für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte als den Handelskrieg, den Trump mit China angezettelt hat. Vor seinem Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Buenos Aires hat Trump den Druck nochmal erhöht und mit weiteren Sonderzöllen gedroht.

"Es ist unmöglich zu sagen, ob es beim G20-Gipfel einen Waffenstillstand oder einen Durchbruch gibt", sagte ein hoher Beamter des chinesischen Außenministeriums. "Es kann in zwei Stunden gelöst werden - oder in zehn Tagen Verhandlungen nicht." Ob Trump und Xi Jinping eine Lösung finden, hänge vor allem von den USA ab. Trump unterstellt China unfaire Handelspraktiken und hat auf die Hälfte aller Importe aus China schon Strafzölle verhängt. In Peking gibt es den Verdacht, dass die USA eher politische Ziele verfolgten und den Aufstieg Chinas zu einer neuen Macht in der Welt verhindern wollten. "In der US-Regierung gibt es einige, die einen Handelskrieg und einen "neuen Kalten Krieg" kämpfen wollen, um Chinas Wirtschaft zu zerstören", sagte Professor Jia Qingguo von der Peking Universität.

Ein weiteres Konfliktthema ist der Ukraine-Russland-Konflikt. Am Sonntag hatte die russische Küstenwache Patrouillenboote der ukrainischen Marine die Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch verweigert. Die Gewässer sind seit der Annektierung der Krim durch Russland zwischen beiden Staaten umstritten. Die ukrainischen Schiffe wurden in russische Gewalt genommen. Es fielen Schüsse. 24 Matrosen wurden festgesetzt. Als Reaktion auf die neuen Spannungen ist in der Ukraine ein auf 30 Tage begrenztes Kriegsrecht verhängt worden.

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