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Bundesgerichtshof zu Rasern - Mord - oder doch fahrlässige Tötung?

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Sie fahren mit Tempo 160 über den Kurfürstendamm. Es kommt zum Unfall. Ein Mann stirbt. Nun prüft der Bundesgerichtshof die Mordurteile gegen die beiden Raser.

Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft heute ab 9.30 Uhr die bundesweit erste Verurteilung von Rasern wegen Mordes. Das Berliner Landgericht hatte zwei Männer nach einem tödlichen illegalen Autorennen über den Kurfürstendamm zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Zudem wurde den damals 24 und 26 Jahre alten Fahrern für immer der Führerschein entzogen. Die Männer hatten dagegen Revisionen eingelegt (4 StR 399/17).

Der Ältere hatte in der Nacht zum 1. Februar 2016 mit Tempo 160 eine rote Ampel missachtet und den Jeep eines unbeteiligten Fahrers gerammt. Der Geländewagen wurde mehr als 70 Meter weit geschleudert. Der 69 Jahre alte Mann starb noch im Auto.

Aus Sicht des Landgerichts haben die beiden Raser "mittäterschaftlich und mit bedingtem Vorsatz" gehandelt. Sie hätten zwar niemanden vorsätzlich töten wollen, aber mögliche tödliche Folgen billigend in Kauf genommen, um zu gewinnen. Wann der BGH sein Urteil spricht, ist noch nicht bekannt.

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