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Nach Steudtner-Entlassung - Gabriel: "Ermutigendes Signal"

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Die Bundesregierung hat die Freilassung des Deutschen Peter Steudtner in der Türkei begrüßt. "Das ist ein ermutigendes Signal, ein erster Schritt", sagte Außenminister Gabriel.

Nach 100 Tagen U-Haft in der Türkei wird der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner ohne Auflagen entlassen. Unser Korrespondent Luc Walpot aus Istanbul.

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"Ich freue mich, dass das Istanbuler Gericht heute die Untersuchungshaft für Peter Steudtner aufgehoben hat", sagte Sigmar Gabriel (SPD). Es befänden sich aber "weitere Deutsche aus nicht nachvollziehbaren Gründen in türkischer Haft", betonte Gabriel. "Wir werden nicht nachlassen, auch für diese Fälle auf eine Lösung und Freilassung zu drängen."

Auch Regierungssprecher Steffen Seibert begrüßte die Aufhebung der Untersuchungshaft. "Endlich! Peter Steudtner und weitere Menschenrechtler kommen frei", schrieb "Regierungssprecher Steffen Seibert im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wir freuen uns mit ihnen", fügte er hinzu, und "denken an die, die immer noch in Haft sind".

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Steudtner "dankbar" und "erleichtert"

Steudtner und acht weitere Menschenrechtsaktivisten waren am Mittwochabend unter dem Jubel von Angehörigen und Unterstützern aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er sei "dankbar" und "erleichtert", sagte Steudtner, der nach Angaben eines Verteidigers das Land nun verlassen darf, nach seiner Freilassung am frühen Donnerstagmorgen. Die Bundesregierung begrüßte die Aufhebung der Untersuchungshaft, erinnerte zugleich aber "an die, die immer noch in Haft sind".

"Wir sind alle mehr als erleichtert", sagte Steudtner sichtlich aufgewühlt nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis Silivri westlich von Istanbul. "Wir sind unglaublich dankbar denen gegenüber, die uns unterstützt haben - juristisch, diplomatisch oder mit ihrer Solidarität". Ein Gericht in Istanbul hatte zuvor die Freilassung des 46-Jährigen und sieben weiterer Menschenrechtler angeordnet. Freigelassen wurden auch die Direktorin von Amnesty International in der Türkei, Idil Eser, und der schwedische IT-Spezialist Ali Gharavi.

Amnesty: "Sehr überraschendes" Urteil

Das Urteil des Gerichts sei "sehr überraschend", sagte Eser nach ihrer Freilassung. Zugleich gebe es immer noch "viele Freunde, Journalisten, die ungerechtfertigt im Gefängnis sind", sagte sie. "Wir werden mit unserer Arbeit weitermachen, bis alle Verteidiger der Menschenrechte und Journalisten freigelassen werden."

Der Prozess gegen Steudtner und zehn weitere Menschenrechtler hatte am Mittwochmorgen begonnen. Den Angeklagten wird die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation oder die Unterstützung einer solchen Organisation zur Last gelegt. Ihnen drohen deswegen bis zu 15 Jahre Haft. Zwei der elf Angeklagten befanden sich nicht in Untersuchungshaft.

Der Fall Steudtner - eine Chronologie

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