Sie sind hier:

Zusätzlich zur Versicherung - Bund will Thomas-Cook-Urlaubern helfen

Datum:

Die Bundesregierung will Pauschalurlaubern des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook finanziell unter die Arme greifen. Dadurch sollen Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.

Die Bundesregierung will Pauschalurlaubern des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook finanziell helfen. "Schäden, die nicht von anderer Seite ausgeglichen werden, wird der Bund ersetzen", teilte die Bundesregierung am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Berlin mit. Zuerst hatte die ARD darüber berichtet.

Den Thomas-Cook-Kunden solle angeboten werden, die Differenz zu der Summe, die sie vom Versicherer Zurich "oder von anderer Seite zurückerhalten haben, auszugleichen". "Es ist den Kundinnen und Kunden nicht zumutbar, dass sie jeweils auf sich gestellt für die Klärung der komplexen offenen Rechtsfragen sorgen müssen", so der Bund weiter. Dadurch sollen Tausende Klageverfahren und langjährige Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.

Die Versicherungssumme, mit der die Kunden abgesichert waren, reicht nach Angaben der Zurich nicht aus. Denn die Schadenssumme wird deutlich über der versicherten Summe von 110 Millionen Euro liegen. Bisher liegen noch keine endgültigen Zahlen des Versicherers vor. Diese werden im Laufe der nächsten Tage erwartet.

Obergrenze wird vermutlich abgeschafft

"Das zahlt die Bundesregierung aber nicht aus Barmherzigkeit", sagt der ZDF-Hauptstadtkorrespondent Florian Neuhann dazu. "Denn die EU schreibt seit 2015 vor, dass Pauschalreisende über die komplette Summe abgesichtert sein müssen und nicht bis zur Obergrenze, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist." Daher könnte es dazukommen, dass die Obergrenze von 110 Millionen Euro hierzulande komplett abgeschafft wird.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Twitter nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Twitter übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Twitter informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutz-Einstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Zurich Insurance will in den kommenden Tagen bekanntgeben, in welchem Ausmaß Thomas-Cook-Kunden Zahlungen erhalten werden. Dem Unternehmen zufolge wurden bis Anfang November bereits Schäden von 250 Millionen Euro gemeldet.

Gesamtschaden von 300 bis 500 Millionen Euro

Der ARD zufolge rechnen Experten mit einem Gesamtschaden von 300 bis 500 Millionen Euro. Jüngst hatten die Länderjustizminister das Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium aufgefordert zu prüfen, wie man die Deckelung von 110 Millionen Euro erhöhen sollte.

Thomas Cook wird nun verkauft.

Mögliche Käufer für Teilbereiche - Aus für Thomas Cook in Deutschland 

Vor knapp zwei Monaten stellte die deutsche Thomas Cook Insolvenzantrag. Jetzt herrscht Gewissheit. Für das Unternehmen als Ganzes gibt es keine Zukunft mehr.

Die deutsche Thomas Cook, die in den Sog der Pleite der britischen Mutter geraten war, hatte Ende November den Geschäftsbetrieb eingestellt. Für das Unternehmen als Ganzes hatte es kein belastbares Angebot gegeben. Interessenten gibt es aber für Teile.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.