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Forschungsgruppe Wahlen - Wer wählte wen?

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61,5 Millionen Menschen konnten über den neuen Bundestag bestimmen. Je nach Beruf, Geschlecht und Wohnort gab es deutliche Unterschiede, wie gewählt wurde. Viel mehr Männer als Frauen machten ihr Kreuz bei der AfD. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind enorm.

CDU, CSU und SPD zeigen sich schwer getroffen von ihren Verlusten. Die AfD feiert hingegen ihren Wahlerfolg als drittstärkste Kraft – und erntet schockierte Reaktionen von Grünen und Linken. Die FDP freut sich über ihr Comeback in den Bundestag.

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Ihre besten Ergebnisse erzielt die Union wie gewohnt bei allen ab 60-jährigen Wählern und hier speziell bei den ab 60-jährigen Frauen, wobei der Geschlechter-Unterschied insgesamt groß ausfällt: 37 Prozent aller Frauen, aber nur 30 Prozent der Männer haben CDU/CSU gewählt. Die AfD ist bei Männern annähernd doppelt so stark wie bei Frauen (16 bzw. neun Prozent), im Osten konkurriert sie bei allen unter 60-jährigen Männern sogar mit der CDU, die hier in dieser Gruppe zweistellig einbricht.

Die FDP, genau wie die Grünen im Westen deutlich stärker als im Osten der Republik, punktet mit 13 Prozent (plus sieben) überproportional bei unter 30-jährigen Wählern. Besonders viel Zuspruch für die Liberalen gibt es von Selbständigen (17 Prozent); bei Arbeitslosen oder Gewerkschaftsmitgliedern, wo die SPD stärkste Partei bleibt, ist die FDP schwach. Und während die Grünen in Großstädten und bei Hochschulabsolventen ihre Domänen behalten, ist die Linke im Osten mehr als doppelt so stark wie im Westen, wo ihr jetzt allerdings die AfD den Status als zweitstärkste politische Kraft streitig macht.

AfD in Ostdeutschland zweitstärkste Partei

Die CDU ist in Ostdeutschland noch stärkste Partei, ein paar Prozentpunkte vor der AfD. Während die AfD über 16 Prozent Zuwachs hat, verliert die CDU fast zweistellig. In Westdeutschland ist die AfD zwar auch drittstärkste Partei, aber nur knapp vor Grünen und FDP.

Die Zahlen basieren auf einer telefonischen Befragung der Forschungsgruppe Wahlen unter 1.666 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Deutschland in der Woche vor der Wahl sowie auf der Befragung von 41.318 Wählern am Wahltag.

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