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UN-Mission Minusma - Bundeswehr-Hubschrauber in Mali abgestürzt

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Ein Bundeswehrhubschrauber ist nach UN-Angaben in Mali abgestürzt. Über das Schicksal der beiden Besatzungsmitglieder des Kampfhubschraubers Tiger gebe es keine Informationen. Der Hubschrauber war im Auftrag der UN-Friedensmission Minusma im Einsatz.

Der Einsatz im afrikanischen Mali gilt als die gefährlichste Mission der UNO zurzeit. Jetzt diskutiert der Bundestag darüber, den Anteil der Bundeswehr dort auszuweiten. Bis zu 1.000 deutsche Soldaten könnten dann in Mali eingesetzt werden.

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"Das war ein Unfall", hieß es aus UN-Kreisen in Gao in Nordmali, wo auch die Bundeswehr für die UN-Mission Minusma im Einsatz ist. Es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber "geschossen" worden sei.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wurde von dem Unglück am Mittwoch auf ihrer Sommerreise im oberbayerischen Pöcking unterrichtet. Ein Sprecher der Bundeswehr sprach dort zunächst von einem "ernsten Zwischenfall in einem Einsatzland". Die Aufklärung dauere noch, weshalb man sich nicht zu Details äußern könne, hieß es am Mittwochabend.

Mandat im Januar ausgeweitet

Der Bundestag hatte im Januar beschlossen, den deutschen Einsatz in Mali auszuweiten. Demnach können sich bis zu 1.000 deutsche Soldaten am etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatz Minusma beteiligen. Aufgabe ist die Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den Rebellen.

Frankreich entsandte 2013 Truppen in seine frühere Kolonie, um islamistische Kämpfer zu vertreiben, die den Norden des Landes überrannt hatten. Seitdem halten sich 4.000 französische Soldaten in der Region auf, um gegen die Islamisten zu kämpfen. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden Malis schon lange. Die Extremisten greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Es kommt aber auch zu Anschlägen im Zentrum und Süden, etwa im November 2015, als Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angriffen und rund 20 Menschen töteten.

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