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Wohnungen durchsucht - Bundesweite Razzien nach G20-Krawallen

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Rund fünf Monate nach den schweren Krawallen während des G20-Gipfels in Hamburg hat die Polizei bundesweit mehrere Objekte der linken Szene durchsucht. Fstnahmen gab es nicht.

Die Sonderkommission „Schwarzer Block“ ist Hinweisen nachgegangen, wonach die schweren Krawalle am Rande des G20-Gipfels von Linksextremisten organisiert waren.

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Bei den bundesweiten Razzien gegen die linke Szene hat die Polizei am Dienstag Wohnungen von 22 Beschuldigten in acht Bundesländern durchsucht. Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass sie Teil einer Gruppe von G20-Gegnern waren, aus deren Mitte heraus am 7. Juli im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld Steine und andere Gegenstände auf Bundespolizisten geworfen wurden, sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Gegen sie werde wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Laptops, Handys und USB-Sticks sichergestellt

Bei den Razzien seien elektronische Speichermedien sichergestellt worden, darunter 26 Laptops und Computer, 35 Handys und mehrere USB-Sticks, sagte der Leiter der Sonderkommission "Schwarzer Block", Jan Hieber. Festnahmen habe es nicht gegeben. Insgesamt seien 25 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt worden. Durchsucht wurden demnach 23 Wohnungen: in Hamburg (1), Berlin (1), Hessen (1), Nordrhein-Westfalen (10), Baden-Württemberg (3), Niedersachsen (5), Sachsen-Anhalt (1) und Rheinland-Pfalz (1). In Göttingen und Stuttgart seien Zentren der linken Szene durchsucht worden.

Insgesamt seien 583 Polizeibeamte im Einsatz gewesen, darunter 50 der Soko "Schwarzer Block". Nicht betroffen war das linksautonome Kulturzentrum Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel.

Soko-Leiter: Angriff auf Polizisten war geplant

Für die Ermittler stehe fest, dass der Angriff auf die Polizisten am 7. Juli in der Straße Rondenbarg geplant wurde, sagte Soko-Leiter Hieber. 75 Beschuldigte seien namentlich bekannt, 26 noch unbekannt. Ein Italiener muss sich wegen des Angriffs bereits vor Gericht verantworten. Der G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg war von schweren Krawallen überschattet. Randalierer hatten unter anderem Barrikaden und Autos in Brand gesteckt sowie Polizisten angegriffen.

Polizeipräsident Meyer sagte am Dienstag, 149 Tage nach dem Gipfel werde durch die Arbeit der von Bund und Ländern gebildeten Sonderkommission immer deutlich sichtbar, wie es zu den Ausschreitungen kam. Derzeit gebe es rund 3.000 Ermittlungsverfahren, die Zahl steige kontinuierlich an. Elf Beschuldigte säßen momentan in Untersuchungshaft. Bei diversen Verurteilungen seien 24 Freiheitsstrafen verhängt worden, davon fünf ohne Bewährung.

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