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Sydney in Rauchwolken gehüllt

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Buschbrände in Australien - Sydney in Rauchwolken gehüllt

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Durch Buschbrände sind in Australien bislang sechs Menschen gestorben, über 600 Häuser wurden zerstört. Auch die Einwohner von Sydney bekommen die Katastrophe hautnah zu spüren.

Die Buschbrände haben Sydney in dichten Rauch gehüllt.
Die Buschbrände haben Sydney in dichten Rauch gehüllt.
Quelle: Rick Rycroft/AP/dpa

Die Buschbrände nördlich von Sydney haben die australische Metropole in dichte Rauchwolken gehüllt. Die Schulen in der Stadt und im Umland wurden von den Gesundheitsbehörden angewiesen, Kinder möglichst in den Gebäuden zu lassen.

Die Behörden warnen vor der Gefahr neuer Brände im Osten und Süden Australiens. Denn die Temperatur liegt bei über 40 Grad, dazu kommt ein starker Wind. Hunderte von Buschbränden haben in den vergangenen Wochen weite Landstriche erfasst und verwüstet.

In allen sechs Bundesstaaten einschließlich der Insel Tasmanien brennen inzwischen die Wälder, wie australische Medien am Donnerstag berichten. Am stärksten betroffen seien New South Wales und Queensland, wo die seit über zwei Wochen andauernde Brandsituation katastrophale Ausmaße angenommen habe. Alleine in New South Wales seien bislang sechs Menschen ums Leben gekommen und mehr als 600 Häuser Opfer der Flammen geworden. Ursache der Brände sind die hohen Temperaturen, ausbleibender Regen und die seit 18 Monaten anhaltende Dürre.

Wasserversorgung in Sydney gefährdet

Besonders hart betroffen ist die Metropolenregion Sydney, die seit Tagen von gesundheitsgefährdendem Rauch eingehüllt ist. Durch die Dürre ist auch die Wasserversorgung von Sydney akut gefährdet, die zu 85 Prozent von Regenwasser abhängig ist. Angesichts der ausbleibenden Niederschläge sind die Pegel der Wasserreservoires jedoch im freien Fall. Für Dezember kündigten die Behörden von New South Wales verschärfte Wasserrationierungen an.

Unterdessen ist zwischen Politik und Wissenschaft ein Streit über die Ursache von Dürre und Waldbränden entbrannt. Es gebe keine wissenschaftlichen Beweise für einen Zusammenhang von Klimawandel und den Waldbränden, sagte Australiens evangelikaler Premierminister Scott Morrison dem Sender ABC. Die Experten des staatlichen Wetteramtes sehen jedoch den Klimawandel als Ursache für extreme Hitzewellen und schwere Naturkatastrophen wie Dürren.

Waldbrände sind während der trockenen australischen Sommermonate zwischen Dezember und Februar nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr erreichten jedoch die Temperaturen schon im australischen Frühling Rekordwerte zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Durch die seit 18 Monaten währende Dürrekatastrophe sind weite Landstriche knochentrocken und zusätzlich brandanfällig. Für die Behörden sind die Dürre und der frühe Beginn der Waldbrände ein "schlechtes Omen" für den bevorstehenden Sommer. "Wir haben so etwas in den geschichtlichen Aufzeichnungen noch nie gesehen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr von Queensland australischen Medien.

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