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Cashback-Portale - Geld zurück beim Online-Shopping

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Einkaufen und sparen: Cashback-Portale werben mit satten Rabatten in Online-Shops. Doch Kunden sollten auf das Kleingedruckte achten - und auch sonst einige Tipps beherzigen.

Kreditkarte am Laptop
Geld zurück nach dem Einkauf: Das versprechen sogenannte Cashback-Portale.
Quelle: imago

Früher gab es Rabattmarken, die im Tante-Emma-Laden je nach Wert des Einkaufs an den Kunden ausgegeben wurden. Die Marken wurden in Rabattmarkenhefte geklebt. War ein Heft voll, gab es beim nächsten Einkauf einen kleinen Rabatt. Kundentreue sollte so belohnt werden.

Einkaufen und Geld sparen

Heutige Rabattsysteme wie Payback oder Deutschlandcard arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip. Sie werden meist im stationären Einzelhandel eingesetzt und belohnen Kundentreue mit Rabatten und Prämien. Aber nicht nur im stationären Supermarkt, auch im Online-Handel haben sich Rabattsysteme durchgesetzt: Über Cashback-Portale bekommt der Kunde nach dem Online-Einkauf Geld zurück. Die Zeitschrift Finanztest hat acht Portale untersucht.

Cashback-Portale - zu Deutsch: "Geld zurück"-Portale - arbeiten mit Online-Shops zusammen und vermitteln ihnen Kunden. Dafür erhalten sie von den Händlern Provisionen. Einen Teil zahlen sie an ihre Nutzer aus. Der Rest wandert in die eigene Tasche. "Anstatt bei Einkäufen Punkte zu sammeln, die dann für Prämien eingetauscht werden müssen, sammeln Kunden bei jedem Einkauf bares Geld", heißt es bei Shoop, einem der untersuchten Portale.

Worauf gibt es wie viel Rabatt?

Geld zurück gibt es nicht nur beim Kauf von Kleidung, Schuhen oder Waschmaschinen. Rabatt gibt es auch auf digitale Waren wie Musik-Downloads, Hörbücher oder Filme. Oft gilt der Rabatt auch für Reisen oder beim Abschluss von Versicherungen und Handy-Verträgen. Selbst bei der Einrichtung eines neuen Bankkontos zahlen manche Geldinstitute den Portalen eine Provision, die dann mit dem Nutzer geteilt wird.

Gerade bei größeren Anschaffungen lohne es sich laut Finanztest, über ein Cashback-Portal einzukaufen. Die Rückvergütung ist allerdings nicht bei jedem Produkt gleich hoch. Sie hängt von der Gewinnspanne in einer Branche ab. So kann man im Elektronikhandel mit höchstens drei Prozent rechnen. Bei Kleidung gibt es zwischen drei und sechs Prozent und für Schuhe zum Teil über zehn Prozent. Die höchsten Rabatte gewährten im Test die Portale Shoop und Getmore.

Rabatte vergleichen

Der Rabattbetrag, mit dem die Portale werben, bezieht sich immer auf den Warenpreis ohne Mehrwertsteuer. Auch die Versandkosten fließen nicht mit ein. Fünf Prozent Rückvergütung bedeuten deshalb real nur 4,2 Prozent Rabatt auf den Endpreis. Den tatsächlichen Prozentsatz kann jeder Kunde selbst berechnen. Dazu muss er die Prozentangabe durch 1,19 teilen.

Zu beachten ist auch, dass Online-Shops den verschiedenen Cashback-Portalen nicht immer denselben Rabatt gewähren. So gibt der Blumenhändler Fleurop beim Online-Kauf eines Blumenstraußes über das Getmore-Portal laut Finanztest satte 12,61 Prozent Rabatt, über die Plattform Andasa jedoch nur 4,2 Prozent. Es kann sich also lohnen, die Rabattangebote der Portale zu vergleichen.

Preise vorher im Netz recherchieren

Auch wenn ein Portal mit hohen Rabatten wirbt, bedeutet das nicht, dass der Kunde hier auch den bestmöglichen Preis erzielt. "Vergleichen Sie den Preis verschiedener Anbieter vorher", rät Finanztest und verweist auf Preissuchmaschinen wie idealo.de, billiger.de oder geizhals.de. Hat der Kunde in einem Shop das gewünschte Produkt gefunden, muss er prüfen, ob der Shop mit dem Cashback-Portal kooperiert, auf dem er sich angemeldet hat.

Gute Chancen, den fraglichen Shop im Portfolio eines Portals dann auch zu finden, hat man bei den Testsiegern Shoop und Getmore. Beide Portale kooperieren zwar nur mit jeweils rund 2.000 Shops, während Konkurrent Link-o-mat rund 10.000 Shops im Portfolio hat. Davon gehören aber nur 50 zu den umsatzstärksten Top-100-Shops, während Shoop und Getmore mit 72 der größten deutschen Online-Läden zusammenarbeiten.

Das Kleingedruckte lesen

An den Datenschutzbestimmungen der Portale hatten die Tester nur wenig zu bemängeln. Bei den untersuchten Plattformen reicht es zunächst aus, sich mit E-Mailadresse und Passwort anzumelden. Namen und Bankverbindung muss der Nutzer erst dann preisgeben, wenn er sich ein Guthaben auszahlen lassen möchte. Hier kann es aber zuweilen zu Problemen kommen.

Denn Andasa, Cashbackdeals und iGraal streichen ein Guthaben automatisch, wenn der Kunde seine Mitgliedschaft kündigt. Bei Cashbackdeals erlischt das Guthaben schon nach einem Jahr Inaktivität, bei iGraal nach zwei Jahren. Gesetzlich vorgeschrieben sind laut Finanztest mindestens drei Jahre. Die Experten raten deshalb, vor der Nutzung eines Portals das Kleingedruckte zu lesen und sich Guthaben so schnell wie möglich auszahlen zu lassen.

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