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CDU-Chefin: Wir haben noch "Luft nach oben"

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Kramp-Karrenbauer im ZDF - CDU-Chefin: Wir haben noch "Luft nach oben"

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Was die schwachen Umfragewerte anbelangt, gibt sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer selbstkritisch. Das sei ein klarer Befund, "dass wir noch besser werden müssen", sagt sie.

Die CDU arbeite weiterhin "an der Erneuerung der Partei, inhaltlich, organisatorisch und auch mit den entsprechenden personellen Unterstützungen", sagt die CDU-Chefin. Dazu gehöre auch, Themen anzustoßen. So habe die Partei "gerade begonnen, über das Thema Klimaschutz zu diskutieren". Dabei wolle man auch eigene Ideen, wie die Klimaschutzziele erreicht werden könnten, diskutieren, sagt sie.

Regierungsarbeit im Koalitionsausschuss

Im Hinblick auf die anstehende Europawahl 26. Mai sei das Ziel, in Deutschland "stärkste Kraft zu werden", so Kramp-Karrenbauer. Damit soll Manfred Weber (CSU) eine "gute Startposition" gegeben werden.

Die Kritik, sie sei nicht Teil der Regierung und damit vergleichsweise machtlos als CDU-Chefin, will Kramp-Karrenbauer so nicht stehen lassen. Im ZDF betont sie, dass sie im Rahmen des Koalitionsausschusses sehr wohl in die Arbeit der Regierung eingebunden sei.

Schlechte persönliche Umfragewerte

Doch trotz allem ist ihr Spielraum als CDU-Chefin begrenzt. Das zeigt sich auch in den schlechten persönlichen Umfragewerten. Nur elf Prozent der Bevölkerung könnten sich Kramp-Karrenbauer als Bundeskanzlerin vorstellen. Doch sie betont, es sei ihr wichtiger, die richtige Politik für Deutschland zu machen, "nicht die Frage, ob ich zwei Prozent mehr oder weniger in Umfragen habe".

Doch nicht nur ihre persönlichen Umfragewerte, auch die der Partei entsprechen nicht den Erwartungen. Das sei "der klare Befund, dass wir noch besser werden müssen" und dass wir "noch Luft nach oben haben", betont Kramp-Karrenbauer.

Machtwechsel erst nach nächster Wahl?

Als neue CDU-Chefin könnte sie nun Anspruch auf die Kanzlerschaft erheben, sofern die Nachfolge von Angela Merkel zu regeln ist. Doch in dieser Frage zeigt sich Kramp-Karrenbauer im ZDF sehr zurückhaltend: Sie habe als Parteivorsitzende "die Verantwortung", den "Prozess, wenn es zu einem Regierungswechsel kommt", so "zu steuern", dass ihre Partei "in der bestmöglichen Startformation" antrete. Diese Verantwortung werde sie wahrnehmen.

Um Spekulationen über eine vorzeitige Machtübergabe zu vermeiden, schiebt Kramp-Karrenbauer noch ein, dass es zu diesem Prozess des Regierungswechsels "natürlich bei einer nächsten Wahl" kommen werde.

Klausurtagung als Gemeinschaftsprojekt

Die angekündigte Klausurtagung nach der Europawahl will die CDU-Chefin jedenfalls nicht alleine, sondern gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus leiten, sagt sie im ZDF.

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