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Unterhaltungselektronik-Messe - CES 2019: Zwischen Spielerei und Effizienz

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Was von der weltgrößten Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas bleibt: Neben Gadgets waren vor allem in der Mobilität und im Home-Entertainment neue Trends zu sehen.

Biegsame Displays von LG bei der CES 2019
Biegsame Displays von LG bei der CES 2019
Quelle: reuters

Unterhaltsame Highlights gab es durchaus. Zum Beispiel den Backofen, dessen Ofentüre ein halbtransparenter Bildschirm ist. Er zeigt Kochrezepte, TV-Programm oder Nachrichten und verstellt gleichzeitig nicht den Blick auf den realen schmurgelnden Braten. Dann war da der Bienenstock mit Internetanschluss, der Imkern Temperaturschwankungen oder andere Probleme anzeigt. Oder ein OLED-Fernseher, der den Bildschirm selbst in die Basisstation aufrollt. Es gab sogar einen selbstfahrenden Koffer, der seinem Besitzer folgt wie ein Hündchen.

Klar, das alles sind Hingucker. Doch nicht jedes Produkt, das auf der CES 2019 gezeigt wurde, wird es auf den Markt schaffen. Zieht man zusätzlich die großen Marketingversprechen ab, blieben dieses Jahr die ganz großen Überraschungen auf der größten Elektronikmesse aus. Nichtsdestotrotz sind folgende stabile Trends zu vermelden:

Mehr Internet im Auto

Auswechselbare Fahrgastkabinen mit unterschiedlichen Antrieben, Cockpits ohne Lenkrad oder drohnenartige Privat-Hubschrauber darf man getrost in die Zukunftsecke stellen - vor 2020 wird das nichts mehr. Und in Sachen autonomes Fahren machen die Hersteller Fortschritte, aber im normalen Straßenverkehr tun sich die autonomen Selbstfahrer immer noch schwer.

Übrig bleibt der Trend der internetbasierten Assistenten, der Fahrer und Beifahrer Arbeit abnehmen soll - kaum ein Neuwagen, der nicht ins Netz funkt.

Biegsame Displays und 8K-Fernseher

Nachdem 4K-Fernseher den meisten CES-Besuchern nur ein müdes Gähnen entlocken, präsentieren Sony, LG und Samsung ihre 8K-Spitzenmodelle mit 7.680 × 4.320 Bildpunkten mit bis zu 98 Zoll Bilddiagonale - etwa ein Drittel von einem IMAX-Film. Leider hapert's am Programm: Auch wenn die Technologie vielversprechend ist, bleiben 8K-Filme bislang Mangelware.

Auch bei den kleineren Displays tut sich was. In einer neuen Fertigungstechnik werden die leuchtenden Bildschirmpixel auf sehr dünne flexible Folien aufgebracht. Das Resultat sind biegsame Displays, die beispielsweise in Tablets und Smartphones zum Einsatz kommen können.

5G auf dem Vormarsch

In den USA nutzen viele Geräte bereits den neuen Mobilfunkstandard 5G. Der offensichtliche Vorteil ist mehr Geschwindigkeit: Datenraten von 5.000 MBit/s bis 20 GBit/s lassen LTE langsam aussehen. US-Hersteller wollen das Netz vor allem wegen der schnellen Reaktionszeiten für das "Internet der Dinge" nutzen, damit beispielsweise smarte Autos schneller miteinander kommunizieren können.

Viele, viele, bunte Notebooks

Wer denkt, nur Apple baue schöne Notebooks, sollte sich in den nächsten Monaten mal umsehen. Bei Lenovos Yoga S940 läuft das Deckglas des Bildschirms um die Kanten, Dell verstaut den Stift für sein 7.000 2-in-1 Hybrid-Notebook im Scharnier. Auch im Billigsegment passiert viel: Chromebooks von Asus, Acer und HP werden schneller und sind meist unter 400 Euro zu haben.

Doch nicht alle neuen Laptops lohnen sich: Auf der CES gab es unzählige hochgezüchtete Gaming-Laptops, die so klobig und schwer sind, so dass man sie lieber zu Hause lässt.

Apple geht fremd

Apple war zwar nicht mit einem eigenen Stand auf der Messe, aber doch omnipräsent. So integriert Samsung Apples Musik- und Film-Dienst iTunes in seine Fernseher. Auch LG, Sony und der US-Hersteller Vizio integrieren die AirPlay-2-Technologie in ihre Fernseher, sodass man von einem iPhone, Mac oder iPad drahtlos Filme auf den Fernseher bringen kann.

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