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Treffen im Kanzleramt - Xi bei Merkel: "Spitzenniveau"

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Die Verhandlungen dürften schwierig werden auf dem G20-Gipfel. Gut also, dass sich kurz zuvor noch Chinas Präsident Xi im Kanzleramt die Ehre gab. Auch er soll helfen, das Treffen zum Erfolg zu machen. Xi selbst verortete das Verhältnis beider Länder auf einem "Spitzenniveau".

Schon vor dem G20-Gipfel in Hamburg lädt Angela Merkel den chinesischen Präsidenten Xi ins Kanzleramt. In einer Zeit der Unruhe in der Welt könnten China und Deutschland diese besänftigen und die strategischen Beziehungen erweitern, so Merkel.

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Kanzlerin Angela Merkel will auch mit Hilfe von China ein Scheitern des G20-Gipfels in Hamburg vermeiden. Es stünden schwierige Verhandlungen bevor, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Kanzleramt. "20 Staaten zusammenzubringen in all ihren Entwicklungen und ihren Vorstellungen ist nicht ganz einfach, aber die Troika arbeitet eng zusammen." Xi zumindest sicherte Merkel Unterstützung zu, damit der Gipfel in Hamburg positive Fortschritte machen könne.

Das G20-Gastgeberland arbeitet stets eng mit dem vorhergehenden und dem nachfolgenden Gipfelausrichter zusammen, um die Kontinuität der Themen zu gewährleisten. China gehöre wir Argentinien zur Troika des Gipfels, sagte Merkel. "Deshalb glaube ich und hoffe ich, dass wir auch manche Klippe noch überwinden können, wenngleich ich noch nicht weiß, wie das endgültige Resultat aussehen wird."

Das Treffen Merkels mit Xi diente zwar auch der Vorbereitung des am Freitag in Hamburg beginnenden G20-Treffens der großen Wirtschaftsmächte und der EU. Geredet wurde aber auch über andere Themen: So verlangte Merkel von China unter anderem einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen. Sie habe deutlich gemacht, dass Deutschland von Peking "gleichberechtigt behandelt werden" wolle. "Das ist für unsere Unternehmen sehr sehr wichtig", fügte Merkel hinzu.

Bessere Zusammenarbeit angepeilt

Xi erklärte, auch Peking strebe eine bessere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Finanzwesen an. Die Beziehungen beider Länder seien auf einem "Spitzenniveau". China ist der fünftgrößte Handelspartner Deutschlands. Beide Länder machten im vergangenen Jahr Geschäfte im Umfang von knapp 170 Milliarden Euro. Allerdings gab es zuletzt Spannungen, Berlin und Peking warfen sich gegenseitig Investitionshindernisse vor.

Zudem äußerte Merkel den Willen zur Weiterführung des Menschenrechtsdialogs. "Den müssen wir aus meiner Sicht auch fortsetzen und schauen, dass sich die unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft gut artikulieren können", sagte die Kanzlerin. Zudem standen außenpolitische Themen auf der Agenda wie die Lage auf der koreanischen Halbinsel nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas und die Rolle der Vereinten Nationen.

"Eine Erfolgsgeschichte"

Xi betonte, die deutsch-chinesischen Beziehungen seien politisch, wirtschaftlich und beim Austausch zwischen den Gesellschaften "eine Erfolgsgeschichte". Auf dieser Basis hoffe er auf eine neue Phase und weitere Vertiefung der Partnerschaft. Beide Länder wollten in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Finanzwesen und Investitionen sowie beim Kampf gegen den Terrorismus stärker als bisher zusammenarbeiten. Dies gelte auch für Hochtechnologiebereiche wie die Luft- und Raumfahrt und die intelligente Fertigung im Wirtschaftsbereich.

Die Kanzlerin hatte den chinesischen Präsidenten bereits am Dienstag zum Abendessen im kleinen Kreis empfangen. Am Mittwochnachmittag wollte Xi gemeinsam mit der Kanzlerin und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller die zwei neuen Riesenpandas im Berliner Zoo besuchen, die vor wenigen Tagen aus China eingetroffen waren.  Sie sind - zunächst für 15 Jahre - eine Leihgabe Pekings. Damit ist der Berliner Zoo derzeit bundesweit der einzige, der Riesenpandas zeigt. Tierschützer hätten die Millionenausgaben für die raren Bären gern an anderer Stelle eingesetzt gesehen.

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