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Spannungen in Nahost-Region - China ruft am Golf zur Mäßigung auf

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Nach den Vorfällen mit zwei Frachtern im Golf von Oman hat China alle Parteien zur Zurückhaltung aufgerufen. "Wir alle wollen keinen Krieg in der Golfregion", hieß es aus Peking.

Ein Video soll Klarheit liefern: Die USA sagen, es zeigt iranische Revolutionsgardisten, wie sie Minen von einem Tanker entfernen. Der Iran bestreitet das.

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China sei besorgt über die jüngsten Spannungen im Nahen Osten, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang. Alle Parteien sollten ihre Differenzen durch Dialog lösen und Frieden und Stabilität sichern. Die Sicherheit der Schifffahrt in den betreffenden Seegebieten müsse gewahrt werden.

China setzt auf strategische Partnerschaft mit dem Iran

Zuvor hatte sich in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani getroffen. In Berichten chinesischer Staatsmedien über das Treffen am Rande des Gipfels der Schanghai-Kooperationsorganisation (SCO) wurden die Zwischenfälle und die Vorwürfe der USA an den Iran, Schuld an den Angriffen auf die Öltanker zu sein, nicht erwähnt.

China betrachte die Beziehungen zum Iran von einer "strategischen und langfristigen Perspektive", sagte Xi Jinping laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Ungeachtet von Veränderungen in der regionalen und internationalen Lage sei China bereit, seine "umfassende strategische Partnerschaft" mit dem Iran beständig zu fördern. China unterstütze auch die Aufrechterhaltung des Atomabkommens mit dem Iran.

Emirate: "Gefährliche Eskalation"

Nach den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman haben die Vereinigten Arabischen Emirate eine "gefährliche Eskalation" in der Region beklagt. "Der Angriff auf die Tanker im Golf von Oman ist eine besorgniserregende Entwicklung und eine gefährliche Eskalation", erklärte Außenstaatssekretär Anwar Gargasch. Er verurteilte auch einen Angriff der jemenitischen Huthi-Rebellen auf einen Flughafen in Saudi-Arabien, bei dem am Mittwoch 26 Zivilisten verletzt worden waren.

Beide Vorfälle erforderten ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft, um "Frieden und Sicherheit in der Region aufrechtzuerhalten", forderte Gargasch. Die Vereinigten Arabischen Emirate grenzen im Nordosten an den Golf von Oman und gehören der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition an, die im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft.

EU bewertet Lage zurückhaltend

Der Auswärtige Dienst der EU schließt sich den US-amerikanischen Schuldzuweisungen gegen den Iran vorerst nicht an. "Wir sind dabei, die Lage zu bewerten und Informationen zu sammeln", sagte ein ranghoher EU-Beamter. Man habe es mit einer komplexen Situation zu tun und könne zum derzeitigen Zeitpunkt nur dazu aufrufen, größtmögliche Zurückhaltung walten zu lassen und Provokationen zu vermeiden.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Donnerstag die Führung in Teheran beschuldigt, hinter den mutmaßlichen Attacken gegen Schiffe zu stecken. "Es ist die Einschätzung der US-Regierung, dass die Islamische Republik Iran verantwortlich für die Angriffe ist, zu denen es heute im Golf von Oman kam", sagte Pompeo in Washington. Es handele sich um eine "nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch den Iran".

Der Iran weist die Anschuldigungen als "lächerlich, gleichzeitig aber auch besorgniserregend und gefährlich" zurück. Anstatt grundlose Unterstellungen zu verbreiten, sollte man eher herausfinden, wer von solchen Krisen am Persischen Golf am meisten profitieren würde, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi.

Der Öltanker "Front Altair" wird am 13.06.2019 gelöscht

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