Sie sind hier:

Umsetzung der UN-Sanktionen - China schränkt Öl-Lieferungen an Nordkorea ein

Datum:

China begrenzt ab dem 1. Oktober seine Öl-Lieferungen an Nordkorea. Damit setzt Peking die verschärften Sanktionen um, die der UN-Sicherheitsrat wegen der Atom- und Raketentests gegen Nordkorea verhängt hatte. Zum eigentlich geforderten Liefer-Stopp kann sich China jedoch nicht durchringen.

In Nordkorea hat heute die Erde gebebt, ähnlich wie beim Atombombentest vor drei Wochen. Einen erneuten Test gab es laut Experten nicht. Die Sicherheitslage in der Region ist allerdings weiter bedrohlich.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

China erhöht mit neuen Handelsbeschränkungen den Druck auf Nordkorea. Vom 1. Oktober an werde der Export von raffinierten Ölprodukten nach Nordkorea begrenzt, die Ausfuhr von Flüssiggas ab sofort verboten, teilte das Handelsministerium am Samstag mit. Zugleich werde umgehend die Einfuhr von Textilien aus dem Nachbarland gestoppt.

Mehr Druck auf Führung

Damit will China die verschärften Sanktionen umsetzen, die der UN-Sicherheitsrat auf Drängen der USA wegen der Atom- und Raketentests gegen Nordkorea verhängt hat. US-Präsident Donald Trump hatte China aufgefordert, mehr Druck auf die Führung in Pjöngjang auszuüben.

China war lange einer der wichtigsten Verbündeten und ist der größte Handelspartner Nordkoreas. Rund 90 Prozent von Nordkoreas Handel findet mit der Volksrepublik statt. Peking galt auch lange als politischer Beschützer der Regierung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Zunehmende Unzufriedenheit

China äußerte angesichts der anhaltenden Raketentests und Pjöngjangs Festhalten am Atomprogramm jedoch zunehmend Unzufriedenheit. China unterstütze die jüngste Runde neuer UN-Sanktionen gegen Nordkorea - ist in der Umsetzung bisher jedoch aus Angst vor einem Zusammenbruch der Kim-Regierung selbst eher zurückhaltend gewesen. Die Volksrepublik argumentiert zudem, dass die Bewohner des Landes geschützt werden sollten.

Die USA schätzen, dass Nordkorea täglich etwa 15.000 Barrel Rohöl und 6.000 Barrel raffiniertes Erdöl aus China bezieht. Auf ein Jahr hochgerechnet, wären das rund 5,5 Millionen Barrel Roh- und 2,2 Millionen Barrel raffiniertes Öl. Nordkorea verfügt über reiche Kohlevorkommen, das Land ist bei Öl und Gas jedoch hauptsächlich von Importen abhängig.

Die schon seit Jahren anhaltenden Spannungen wegen Nordkoreas Atom- und Raketenpolitik hatten zuletzt deutlich zugenommen. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York mit "totaler Vernichtung" gedroht.

Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Test

In Anspielung auf die Raketentests sagte er über Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un: "Der Raketenmann ist auf einer Selbstmordmission für sich selbst und sein Regime." Kim reagierte, indem er seinerseits mit Vergeltung drohte und Trump einen geistig umnachteten Greis nannte. Sein Außenminister Ri Yong Ho drohte mit dem Test einer Wasserstoffbombe über dem Pazifik. Trump legte nach und bezeichnete Kim als Irren, dem es nichts ausmache, sein Volk auszuhungern oder zu töten.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.