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Wahrsager warnen vor Turbulenzen - China begrüßt das Jahr des Hundes

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Diese Woche feiern die Chinesen ihr Neujahrsfest. Der Hund löst nach dem traditionellen Tierkalender den Hahn ab. Und das bringt jede Menge Ärger mit sich.

Hundelaternen für das Jahr des Hundes
Hundelaternen für das Jahr des Hundes Quelle: reuters

Geht es nach dem chinesischen Mondkalender, dann muss sich die Welt auf ein unruhiges Jahr einstellen. Wahrsager rechnen mit Naturkatastrophen, politischen Spannungen und einer Talfahrt an den Börsen, wenn am Freitag das Jahr des Hundes beginnt. Die Vorfreude auf ihren wichtigsten Feiertag lassen sich die Menschen in China trotzdem nicht verderben.

Feiern zum Jahreswechsel diesmal teils ohne Feuerwerk

Hunderte Millionen Chinesen kehren in der größten Reisewelle der Welt zu ihren Familien zurück, um mit ihnen gemeinsam ins neue Jahr zu feiern. Am Vorabend gibt es festliches Essen, rote Umschläge mit Geldgeschenken wechseln die Besitzer, und im Fernsehen wird die große Neujahrsgala verfolgt. Auch Böller und Feuerwerk wie bei uns zu Silvester gehören dazu - zumindest, wenn man nicht in Peking oder Shanghai wohnt, wo aus Angst vor Smog und Verletzungen in diesem Jahr Feuerwerk strikt verboten ist.

Der erste Tag des neuen Jahres wird durch den Mondkalender bestimmt und fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum - dieses Mal auf den 16. Februar. Dann erst beginnt auch ein neuer Abschnitt im chinesischen Tierkreis, der insgesamt zwölf Tiere umfasst. Der Hund folgt dem häufig etwas arroganten, aber intelligenten Hahn, der laut Astrologen dafür verantwortlich war, dass 2017 die Wirtschaft boomte. Dagegen bringt der Hund trübe Aussichten mit, vor allem, weil er in diesem Jahr auch noch mit dem Element Erde verbunden ist - eine Kombination, die es nur alle 60 Jahre gibt. 

Feng-Shui-Meister sieht Konflikte und Katastrophen drohen

In Jahren des Erdhundes neigten Menschen dazu, "an Prinzipien und ihren Standpunkten festzuhalten", sagt der Hongkonger Feng-Shui-Meister Raymond Lo, ein bekannter Experte für die "Lehre vom Wind und Wasser". Es werde deshalb zu "harten Auseinandersetzungen und Zusammenstößen in den internationalen Beziehungen kommen". Eine Zuspitzung des Atom-Konfliktes mit Nordkorea sei nicht ausgeschlossen. Vor allem Chinas Präsident Xi Jinping und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin prophezeit der Astrologe mit dem Beginn des Hundejahres eine lang anhaltende Glückssträhne. Die britische Premierministerin Theresa May und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe müssen sich dagegen auf schwere Zeiten einstellen. 

Erdhundejahre bringen laut der Feng-Shui Lehre nicht nur die politische Landschaft ins Wanken. Besonders häufig seien Naturkatastrophen wie Erdbeben, Erdrutsche oder Lawinen. Vor 60 Jahren, dem letzten Jahr des Erdhundes, ereigneten sich gleich drei desaströse Erdbeben: Im Iran kamen 132 Menschen ums Leben, in Ecuador 115 und in Japan 51. Auch mit vielen Bränden und Explosionen sei zu rechnen, weil Hunde als Speicher des Elements Feuer gelten. Besonders achtsam sollten Anleger sein. Laut Lo ist mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums und schwächelnden Börsen zu rechnen. Sogar der Beginn einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise sei möglich. Lo sieht einen lang anhaltenden Bärenmarkt, der erst im Jahr 2025 sein Ende finden wird, wenn das Element Feuer wieder übernimmt. 

Treu wie ein Hund

Das Hundejahr mag Ärger mit sich bringen. Menschen, die im Jahr des Hundes geboren sind (etwa 1946, 1958, 1970, 1982, 1994 und 2006), gelten dennoch als angenehme Zeitgenossen. Sie sind verlässlich, treu, loyal und pflichtbewusst. Auch Ehrlichkeit und Verlässlichkeit gehören zu den positiven Eigenschaften von Hunden. Negativ wird vermerkt, dass Hunde ein skeptisches Gemüt haben und pessimistisch auf die Welt blicken. Sie gelten als launisch und misstrauisch gegenüber Fremden. Als geeignete Partner für den Hund gelten Menschen, die im Jahr der Ratte, des Tigers oder des Schweins geboren wurden. Probleme soll es dagegen mit Ziegen und Drachen geben.

Wer im Jahr des Hundes geboren ist, muss dieses Jahr ganz besonders aufpassen, sagen Chinesen. Viele tragen das Jahr über rote Farben am Körper, um Unglück abzuwehren. Da Hunde laut der chinesischen Lehre Menschen mit starker Moral sind, gelten Berufe wie  Richter, Professor oder Priester als geeignet. Auch Wissenschaftler, Softwareentwickler oder Innenarchitekt halten Chinesen für passende Jobs. Berühmte Hunde nach dem chinesischen Kalender sind US-Präsident Donald Trump, Hollywood-Star Sylvester Stallone, der britische Prinz William, der King of Rock'n Roll, Elvis Presley, sowie die Models Claudia Schiffer und Naomi Campbell.

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