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Weihnachtsfest im Krisengebiet - Christen feiern im Heiligen Land

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Christen aus aller Welt feiern das Weihnachtsfest in Bethlehem und Jerusalem - abgesichert allerdings von Soldaten. Die Stimmung sei dennoch gelöst, so ZDF-Reporter Elmar Schön.

Tausende Christen aus aller Welt feiern Weihnachten im Heiligen Land. Doch der Streit um die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt hinterlässt Spuren.

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Tausende Christen aus aller Welt feiern im Heiligen Land Weihnachten. Die Stimmung sei gelöst - über alle Religionsgruppen hinweg, berichtet ZDF-Reporter Elmar Schön. Zuvor war die traditionelle Weihnachtsprozession in Bethlehem eingetroffen - bewacht von einem massiven Sicherheitsaufgebot, seitdem sie von Jerusalem aus aufgebrochen war.

Ein Weihnachtsmann posiert in einem Motorradgespann in Jerusalem
Ein Weihnachtsmann posiert in einem Motorradgespann in Jerusalem Quelle: dpa

An der Spitze fuhr ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann - als Beifahrer eines Motorrads. Der rot-weiß gekleidete Santa mit langem Rauschebart verteilte vorher am Jaffa-Tor in Jerusalem Süßigkeiten an Kinder und ließ sich mit begeisterten Touristen fotografieren. Sie sangen gemeinsam Weihnachtslieder. "Ho, ho, ho", rief der Weihnachtsmann immer wieder, während die Besucher klatschten und lachten.

Bewaffnete Soldaten sichern Jerusalem

Die Krisenstimmung schien für einen Moment in den Hintergrund zu treten, trotzdem es in der Altstadt von Jerusalem von bewaffneten Sicherheitskräften wimmelte. Für sie gilt besondere Alarmbereitschaft - seit der umstrittenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA.

US-Präsident Donald Trump hatte am 6. Dezember im Alleingang Jerusalem als israelische Hauptstadt erklärt. Die Palästinenser reagierten mit heftigen Protesten - bei Unruhen und israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind bisher zwölf Palästinenser getötet und Hunderte verletzt worden. Positiv sei, dass es an Heiligabend keine Meldungen über Ausschreitungen oder Randale in der ansonsten so aufgeladenen Situation gegeben habe, so Elmar Schön.

Händler schimpfen über "Trump-Effekt"

Trotzdem sahen Viele von einer Reise ins Heilige Land ab. In den engen Gassen der Altstadt Jerusalems waren zwar einige Touristen zu sehen, es war allerdings nicht dicht gedrängt. Ein palästinensischer Händler, der christliche Andenken verkauft, beschwerte sich über schlechte Geschäfte in den letzten Wochen. "Das ist der Trump-Effekt", schimpfte er.

Die Amerikanerin Judith Torchia aus Nashville ließ sich davon nicht abhalten. Sie besuchte Jerusalem in diesem Jahr zum ersten Mal. Sie habe trotz der Berichte über Unruhen keine Angst gehabt zu kommen, sagte sie. "Die Medien haben die Tendenz, kleine Dinge aufzublähen", sagte Torchia lächelnd. "Es ist wundervoll, hier zu sein, und gerade zu Weihnachten die Orte zu sehen, von denen man in der Bibel liest." Sie wolle mit dem Besuch ihren Glauben stärken, sagte die US-Touristin in der Grabeskirche. So wie sie besuchten auch viele weitere Touristen die heiligste Stätte des Christentums, viele trugen rot-weiße Weihnachtsmützen. Besuchergruppen warteten in einer langen Schlange vor der Grabkapelle. An dieser Stelle soll Jesus Christus begraben worden und wieder auferstanden sein.

Mehr als 10.000 Besucher in Bethlehem erwartet

In Bethlehem, dem kleinen Ort im Westjordanland, werden über die Feiertage rund 10.000 Besucher erwartet. Der Streit um Jerusalems Status hatte allerdings auch in der Geburtsstadt Jesu Unruhen ausgelöst. Zudem war der zuvor florierende Tourismus extrem eingebrochen. Zu den Weihnachtstagen selbst waren die Hotels nun wieder gut ausgebucht, insbesondere wegen der traditionellen Weihnachtsprozession. Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, führte sie an.

Entlang des Weges hatten sich mehrere tausend Menschen eingefunden, die ihn freundlich begrüßten. Der Norditaliener schüttelte viele Hände. Auch entlang seiner Wegstrecke galten scharfe Sicherheitsvorkehrungen.

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