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Libyen-Konflikt: Wirtschaft hofft auf Lösung

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Comeback als Handelspartner - Libyen-Konflikt: Wirtschaft hofft auf Lösung

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Libyen war einst ein wichtiger Handelspartner für die deutsche Wirtschaft. Nun gibt es Hoffnungen auf ein wirtschaftliches Comeback.

Volker Treier, Außenwirtschaftschef des DIHK. Archivbild
Volker Treier, Außenwirtschaftschef des DIHK.
Quelle: picture alliance / Rainer Jensen/dpa/Archivbild vom 09.11.2015

Die deutsche Wirtschaft sieht im Falle einer Lösung im Libyen-Konflikt Potenziale für eine wieder bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Land. Libyen habe das Potenzial, wieder zu einem wichtigen Partner der deutschen Wirtschaft heranzuwachsen, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier.

"Die deutsche Wirtschaft verfügt über die Technik und das Know-how, die marode und an vielen Stellen zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für diesen Sonntag zu einem Libyen-Gipfel nach Berlin eingeladen. Sie hatte sich vorsichtig zuversichtlich gezeigt, dass es dort Fortschritte hin zu einer Verhandlungslösung für das Bürgerkriegsland geben könnte.

Maschinen, Lebensmittel, Medizin

Treier sagte, in den vergangenen Jahren seien die deutschen Exporte nach Libyen fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Im Jahr 2018 habe sich das bilaterale Handelsvolumen auf 3,7 Milliarden Euro belaufen - davon hätten deutsche Exporte rund 326 Millionen Euro ausgemacht. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2019 konnten demnach die deutschen Ausfuhren um 27 Prozent gesteigert werden, so dass für 2019 mit einem Exportvolumen von rund 360 Millionen Euro gerechnet werden könne.

Die deutsche Wirtschaft liefert nach DIHK-Angaben insbesondere Maschinen und Anlagen für die Erdölexploration sowie dringend notwendige Nahrungsmittel und sonstige medizinische Produkte nach
Libyen. Der deutsche Import aus Libyen bestand 2018 zu 99,4 Prozent aus Erdöl. Hauptlieferländer nach Libyen sind die Eurozone, China und die Türkei. Hauptabnehmerländer, insbesondere des libyschen Öls, sind nach DIHK-Angaben Italien, Spanien und Frankreich.

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