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COP25 in Madrid - Das sind die Streitthemen bei der Klimakonferenz

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Die Klimakonferenz in Madrid ist in die Verlängerung gegangen, nichts Neues bei Klimakonferenzen. Bemerkenswert ist allerdings, wie viel Redebedarf jetzt noch besteht.

Diskussion unter den Teilnehmern der Klimakonferenz in Madrid
Diskussion unter den Teilnehmern der Klimakonferenz in Madrid: Verhärtete Fronten
Quelle: reuters

Bei der Weltklimakonferenz in Madrid sind die Fronten verhärtet. Bei einem informellen Austausch äußerten sich am Samstag diverse Delegierte sehr unzufrieden mit den Entwürfen der Beschlusstexte, die die chilenische Präsidentschaft am Morgen vorgelegt hatte.

Was die Kritiker bemängeln

Die EU sowie Vertreter von Entwicklungs- und Schwellenländern kritisierten, dass in den Texten nicht deutlich gemacht werde, dass die nationalen Klimaschutzziele zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens deutlich angehoben werden müssten.

Während die Arbeitsgruppen erneut arbeiten, um die Texte so umzuformulieren, dass eine Verabschiedung möglich ist, sprechen die Nichtregierungsorganisationen von der schwächsten UN-Konferenz, die es bisher gegeben hat. Es drohe der Rückfall hinter das Pariser Klimaabkommen, von einer Anhebung der Ambitionen, also der Anstrengungen der Klimaschutzanstrengungen könne nicht im Ansatz die Rede sein.

NGO Pressbriefing
Pressebriefing von NGOs in Madrid: Schwächste UN-Konferenz, die es bisher gegeben hat.
Quelle: ZDF

Vor allem der Text zur Umsetzung des Artikel 6 nach dem Pariser Klimaabkommen wird beanstandet. Es sei nicht klar genug, dass wirklich Schlupflöcher vermieden werden, hieß es. Aber auch das Unvermögen mancher Länder, sich konkret darauf festzulegen, dass sie im kommenden Jahr auf der folgenden Klimakonferenz tatsächlich ambitionierte Klimaschutzziele vorlegen, stößt auf massive Kritik.

Was die Klimaschutz-Bremser wollen

Die USA, Brasilien und Saudi-Arabien, die die Klimaschutzbemühungen ausbremsen wollen, forderten ihrerseits Änderungen an den Beschlusstexten. Die US-Vertreterin etwa wandte sich gegen die Formulierungen zum Finanzbedarf der Entwicklungsländer für eine Anpassung an den Klimawandel, Saudi-Arabien stört sich auf Verweise auf Menschenrechte.

Argentinien und weitere Staaten lehnen es ab, den Bericht des Weltklimarats über den Zusammenhang zwischen Landnutzung und Klimawandel anzuerkennen. Die Folge wäre, dass diese Länder ihre Landwirtschaftspolitik massiv ändern müssten, was unter anderen die Reduktion der Rinderhaltung zur Fleischproduktion zur Folge hätte.

Noch immer ringen die Delegierten auf der Weltklimakonferenz in Madrid um eine Abschlusserklärung. Die Fronten scheinen verhärtet. Dazu ZDF-Korrespondent Volker Angres im Video:

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Mit Material von AFP.

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