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Politik und Verbände werben - Vor Schulstart: Kampf gegen die Impfmüdigkeit

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Die Schulferien in einigen Ländern gehen zu Ende und die Angst vor der vierten Welle wächst. Politik und Verbände werben nun für mehr Impfungen - auch abseits der Arztpraxis.

Mobile Impfung am 31.07.2021 in Magdeburg
Mobile Impfung in Magdeburg
Quelle: dpa

Angesichts der gesunkenen Impfbereitschaft und des näher rückenden Schuljahresbeginns werben Politik und Verbände massiv für die Corona-Impfungen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz forderte ein offensiveres Auftreten auch der Geimpften selbst:

Wir müssen unsere Freundinnen und Freunde davon überzeugen, dass sie sich impfen lassen. Das ist eine Sache, die berührt jeden von uns. (…) Wir alle sollten bei der Arbeit oder im Sportverein sagen: Ich habe mich impfen lassen, das war gut.
Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister

SPD-Chefin Esken für Impfungen in Schulen

SPD-Chefin Saskia Esken und der Deutsche Städtetag sprachen sich für Impfaktionen an Schulen aus, wenn das neue Schuljahr begonnen hat. In der kommenden Woche enden in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg beginnt der Unterricht dann wieder in Präsenz.

"Ich werbe dafür, Impfmobile an die Schulen zu schicken, um - in Absprache mit den Eltern - den Jugendlichen die Impfung so einfach wie möglich zugänglich zu machen", sagte Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

In dicht besiedelten Vierteln ist die Gefahr einer Corona-Infektion hoch, die Impfquote meist gering. Mobile Impfteams sollen in Pforzheim helfen.

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Im Norden sind bereits niederschwellige Impf-Angebote geplant

Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy fordert gegenüber der der Deutschen Presse-Agentur Impfungen an Schulen:

Um den Unterricht in Präsenz abzusichern, appellieren wir an die Länder, mehr Impfungen in Schulen möglich zu machen.
Helmut Dedy, Städtetag-Hauptgeschäftsführer

Dies könne ein Beitrag sein zum Schutz junger Menschen und für weniger Infektionen mit dem Coronavirus an Schulen.

Im Norden ist das teils bereits geplant. In Schleswig-Holstein können sich an den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien Schülerinnen und Schüler ab zwölf sowie alle Beschäftigten von mobilen Teams impfen lassen. Auch Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg planen Angebote.

Städtetag-Chef für Impfungen in Alltagsbereichen

Städtetag-Chef Dedy schlägt auch Impfangebote in Fußballstadien oder Einkaufszentren vor. "Wir müssen mit den Impfungen zu den jungen Leuten gehen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder in die Arztpraxis kommen“. Allerdings bedarf es dazu erst des Einverständnisses der Eltern.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland appellierte an alle islamischen Gläubigen, sich impfen zu lassen. "Es gibt für Muslime keine religiösen Gründe, das Impfen gegen Corona abzulehnen. Im Gegenteil: Der Schutz anderer vor Krankheiten und die eigene gesundheitliche Unversehrtheit sind im Islam ein hohes Gut", sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman A. Mazyek, dem RND.

Datengrafik: Impfungen in Deutschland
Grafiken

Diese Länder liegen vorne - Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft? 

Wie erfolgreich ist die Impfkampagne in deutschen Bundesländern und anderen Staaten, wo gerät sie ins Stocken? Aktuelle Zahlen zeigen, wie viele Menschen bereits geimpft wurden.

von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

Gefahr durch Delta-Variante und sinkendes Impftempo

Bisher sind gut 51 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - nach Ansicht von Experten viel zu wenig, um angesichts der grassierenden hochansteckenden Delta-Virusvariante die anrollende vierte Welle flach zuhalten. Und das Impftempo lässt nach.

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