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Italien riegelt Städte ab

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Coronavirus - Italien riegelt Städte ab

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Italien zählt aktuell die meisten Infektionen mit dem Coronavirus in Europa. Jetzt erlässt die Regierung Reisebeschränkungen und Großveranstaltungen werden abgesagt.

Die meisten mit dem neuartigen Corona-Virus infizierten Europäer leben in Italien. Zwei über 70-jährige sind bereits gestorben. Für etwa 50.000 Menschen in der Lombardei, in Venetien und im Piemont gelten Reisebeschränkungen.

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Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die italienische Regierung mit.

In den als Epidemiezentren geltenden Gebieten werde den Bewohnern weder die Einreise noch die Ausreise gestattet, sagte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Menschen könnten sich nur mit "besonderen Ausnahmeregelungen" bewegen.

In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50.000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben.

Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Maßnahmen vorbereitet, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen.

Coronavirus in Italien: Krisengespräche mit Zivilschutzbehörde

Das Ziel ist es, die Gesundheit der italienischen Bevölkerung zu schützen.
Giuseppe Conte, Ministerpräsident Italien

Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte die Notfallmaßnahme nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes an. "Das Ziel ist es, die Gesundheit der italienischen Bevölkerung zu schützen", sagt Conte.

Zunächst sollten die Sicherheitskräfte die betroffenen Regionen abriegeln. "Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein", fügte Conte hinzu. Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe "strafrechtliche Verfolgung". Er setze dennoch auf Verständnis der Bevölkerung. In Italien verteilten sich die Infizierten auf die Lombardei, Venetien und die Region Piemont.

Coronavirus: Straßenszene in Italien
Coronavirus: Straßenszene in Italien.
Quelle: Luca Bruno/AP/dpa

Nachgewiesen wurde der Erreger unter anderem bei der Frau und einer Tochter des Mannes, der mutmaßlich Italiens erstes gemeldetes Coronavirus-Todesopfer ist. Der italienische Zivilschutz sprach von einem zweiten Opfer, dessen Tod wohl auf die Lungenerkrankung zurückzuführen sei. Beim ersten gemeldeten Toten handelt es sich um einen 78-Jährigen in Venetien, beim zweiten um eine Frau in der Lombardei.

Der Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-Jährigen zurück, der seit Mittwoch schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet wurde.

Alle Informationen rund um die Coronavirus-Epidemie finden Sie in unserem Blog:

Coronavirus-Illustration.

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