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Nach Gerüchten über Ablösung - Deutsche-Bank-Chef will an Bord bleiben

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Nach Gerüchten über seine Ablösung hat Deutsche-Bank-Chef Cryan sich an die Belegschaft gewandt: Er wolle sich weiterhin mit "all seiner Kraft" für die Bank einsetzen.

Archiv: John Cryan am 19.05.2016 in Frankfurt
John Cryan
Quelle: dpa

John Cryan beteuerte in einem Schreiben an die Mitarbeiter weiter, er wolle gemeinsam mit ihnen den Weg weiter gehen, "den wir vor rund drei Jahren angetreten haben". Derzeit werde viel über die Zahlen der Bank diskutiert, die noch nicht da seien, "wo wir alle sie uns wünschen", erklärte Cryan.

Er wandte sich auch gegen Berichte, wonach es zwischen ihm und Aufsichtsratschef Paul Achleitner Differenzen über den Kurs gebe. "Wir müssen uns weiter darauf konzentrieren, unsere mit dem Aufsichtsrat abgestimmte Strategie umzusetzen. Hier gibt es keinen Dissens", schrieb der Brite, der einen Vertrag bis 2020 hat.

Angeblich Goldman-Sachs-Banker angefragt

Die Bank liege "gut auf Kurs", müsse erzielte Fortschritte aber besser zur Schau stellen. Auch werde es in den nächsten Monaten gute Nachrichten zur Integration der Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank geben, deutete Cryan an.

Jüngst waren Gerüchte hochgekocht, dass die Bank angesichts von drei Verlustjahren nacheinander bereits einen Nachfolger für Cryan suche. So hatte die britische Zeitung "Times" berichtet, der Europachef der US-Bank Goldman-Sachs, Richard Gnodde, sei angesprochen worden, habe aber abgelehnt. Auch weitere Kandidaten seien erwogen worden.

Cryan will weiter an Sanierung arbeiten

In der Mitteilung betonte Cryan auch, er werde weiter an der Sanierung der Bank arbeiten, aber nach baldigen Fortschritten werde "künftig wieder mehr Fokus auf Wachstum liegen". Investoren hatten Cryan oft vorgeworfen, er sei zwar ein Kostensparer, habe aber keine Vision, wie die Deutsche Bank wieder Geld verdienen könne.

Cryan leitete in der Deutschen Bank eine massive Umstrukturierung ein, deren jüngster Schritt der Börsengang der hauseigenen Vermögensverwaltung DWS war. Außerdem hatte er zahlreiche internationale Rechtsstreitigkeiten geerbt, die zu Milliardenstrafen und Kompensationszahlungen führten.

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