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Umstrittene Gaspipeline - Nord Stream 2: Dänemark gibt grünes Licht

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Nord Stream 2 nimmt die letzte große Hürde: Die dänische Energiebehörde hat den Bau der Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland genehmigt.

Nord Stream 2
An einer dänischen Zustimmung für die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline hatte es seit langem gehapert.
Quelle: Reuters/Stine Jacobsen

Nach langem Zögern hat auch Dänemark grünes Licht für den Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 durch ihre Gewässer gegeben. Das teilte die dänische Energiebehörde jetzt mit. Die Erlaubnis aus Dänemark war die letzte große Hürde für das Pipeline-Projekt, alle anderen betroffenen Länder hatten dem Bau bereits früher zugestimmt.

Auch deutsche Firmen beteiligt

Die vor allem von den USA kritisierte über 1.200 Kilometer lange Ostsee-Pipeline wird unter der Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom errichtet. Er bringt die Hälfte der Finanzierung des 9,5-Milliarden-Euro-Projekts auf. Mehrere europäische Firmen, darunter Uniper, die BASF-Tochter Wintershall Dea und die OMV, sind an der Finanzierung beteiligt.

Karte: Pipeline Nord Stream 2
Quelle: ZDF

Mehr als 87 Prozent der Pipeline sind bereits verlegt - sie verlaufen durch die Gewässer von Deutschland, Schweden, Finnland und Russland in der Ostsee. Laut dänischem Recht gibt es jetzt für Einsprüche eine Frist von einem Monat.

55 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich

Nach ursprünglicher Planung sollte Nord Stream 2 Ende 2019 an den Start gehen. Im Frühjahr hatte die Projektgesellschaft aber signalisiert, dass sich der Termin wohl ins kommende Jahr verschiebt. Trotz Kritik aus anderen EU-Staaten und den USA steht die deutsche Bundesregierung hinter dem Projekt und hofft auf Versorgung mit preiswertem Gas - jährlich sollen 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Rohre nach Deutschland fließen.

Die Pipeline soll die Kapazitäten der bestehenden Leitung Nord Stream 1 für russische Gaslieferungen nach Deutschland damit deutlich erhöhen. Das Projekt ist umstritten, weil es die strategische und wirtschaftliche Bedeutung alternativer Pipelines und traditioneller Transitländer weiter schwächen könnte. Kritiker führen zudem an, Deutschland mache sich zu sehr von russischem Gas abhängig.

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