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Schon Schulkinder leiden unter Depressionen

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DAK-Studie fordert Hilfen - Schon Schulkinder leiden unter Depressionen

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Schon Schulkinder leiden unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Eine bessere Versorgung sei dringend nötig, heißt es in einem DAK-Bericht.

Eine Mädchen beobachtet Mitschüler auf dem Pausenhof. Symbolbild
Depressionen grenzen aus - für Kinder und Jugendliche gibt es zu wenige Hilfen, sagt die DAK.
Quelle: Maja Hitij/dpa

Jedes vierte Schulkind in Deutschland zeigt psychische Auffälligkeiten. Darauf weist ein Bericht der Krankenkasse DAK hin. Bei je zwei Prozent der Schulkinder wurden demnach sogar eine Depression oder eine Angststörung festgestellt. Insgesamt seien 238.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren davon betroffen.

Die DAK forderte eine bessere Versorgung insbesondere mit ambulanten Therapien. Eine Behandlung in einer Psychiatrie sei mit "Stigmatisierung" verbunden und belaste Patienten zusätzlich.

Zu wenig Angebote für den Wiedereinstieg

Außerdem zeigten die Zahlen, dass es an Angeboten nach der Entlassung fehle. So werde etwa ein Viertel der wegen psychischer Leiden in Krankenhäusern behandelten Kinder und Jugendlichen später erneut in Kliniken gebracht. Die Rehospitalisierungsquote liege bei 24 Prozent.

Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen.
Andreas Storm, DAK Vorstand

Dies sei "alarmierend", erklärte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. "Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen." Insgesamt sei eine "offene Diskussion" über das Thema Depression bei Kindern nötig.

Chronische Krankheiten erhöhen Risiko für Depression

Der Report der Krankenkasse basiert nach deren Angaben auf einer Auswertung der Abrechnungsdaten von 800.000 minderjährigen Versicherten für die Jahre 2016 und 2017 und liefert repräsentative Zahlen. Dabei zeige sich unter anderem auch, dass chronische Krankheiten bei jungen Menschen das Risiko einer Depression deutlich erhöhten.

Chronische körperliche Erkrankungen erhöhen demnach das Depressionsrisiko im Jugendalter um das bis zu Viereinhalbfache. Auch bei krankhaftem Übergewicht, sogenannter Adipositas, und Schmerzen gibt es deutliche Zusammenhänge. So haben Kinder und Jugendliche mit Adipositas im Vergleich zu normalgewichtigen Altersgenossen ein um den Faktor zweieinhalb bis drei erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Zusammenhang zwischen Depression und Angststörung

Laut DAK-Daten gibt es außerdem häufig einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Angststörungen. 24 Prozent der Mädchen, die eine depressive Störung entwickeln, leiden zusätzlich an einer Angststörung. Bei Jungen liegt diese Quote bei 17 Prozent. Insgesamt verwies die Kasse darüber hinaus auf eine mutmaßlich hohe Dunkelziffer. Laut Experten litten viele Kinder "still".

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