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Reparatur bis 2021 - Das Loch auf der A20 wächst weiter

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Die A20 bei Tribsees ist derzeit Deutschlands ruhigste Autobahn. Schuld ist ein gewaltiges Loch, das sich seit September munter ausbreitet - auf mittlerweile 95 Meter Länge.

Abgesackte Ostseeautobahn
Abgesackte Ostseeautobahn: Das Loch auf der A20 misst mittlerweile 95 Meter Länge. Quelle: dpa

Das Loch auf der Autobahn 20 bei Tribsees wird immer größer. Es habe sich von 40 auf rund 95 Meter Länge erweitert, berichtet das Verkehrsministerium in Schwerin. Die weitere Absackung war von den Experten des Landesamts für Straßenbau im Herbst vergangenen Jahres auch so erwartet worden. Sie konnten aber damals nicht sagen, wann dies passieren wird.

Die Fahrbahn westlich der Ausfahrt Tribsees war Ende September mehrere Meter tief abgesackt. Wenige Wochen später musste die Autobahn beidseitig gesperrt werden. Der Grund für das Desaster ist eine große Torflinse unter der Autobahn. Was genau im Boden geschehen ist, ist weiter unklar. Spekuliert wird über die Verwendung zu schwacher Stützen, nicht überprüfter Techniken oder schlicht Fehlkalkulationen.

Repariert wird wohl erst ab Sommer

Inzwischen steht der Zeitplan für die europäische Ausschreibung von Planungsleistungen für die Reparatur. Wie eine Ministeriumssprecherin sagte, können sich Planungsfirmen bis zum 22. Februar um die Ausschreibung für die Instandsetzung der Dammabsackung bewerben. Es folgen sechs Wochen, in denen die Bewerbungen ausgewertet werden. Anschließend würden drei Büros ausgewählt, die innerhalb von 30 Tagen ein detailliertes Angebot abgeben sollen. Die Auswertung bis hin zum Zuschlag werde sechs Wochen dauern. Wenn keiner der unterlegenen Bieter klage, könne der Zuschlag voraussichtlich im Juni erteilt werden. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) war jüngst von einer vollständigen Wiederherstellung der Autobahn bis zum Jahr 2021 ausgegangen.

Pegel hatte weiter gesagt, dass knapp 800 Meter A20 rückgebaut und danach als Brückenbauwerk mit einer Tiefe von 20 Metern neu errichtet werden müssen. Nach Worten der Sprecherin hat es sich nun aber herausgestellt, dass die sogenannten CSV-Säulen (Trockenmörtelsäulen) auch in einem etwa 100 Meter langen Abschnitt östlich der Brücke verwendet wurden. "Es wird zurzeit geprüft, ob und wieweit diese Gründung ebenfalls geschädigt ist. Da aber selbst, wenn sie es nicht ist, ungewiss ist, ob und wie lange sie anhalten wird, wird dieser Dammabschnitt im Rahmen der Gesamtmaßnahme miterneuert."

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