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Datenreport 2018 - Schlechtere Chancen für arme Kinder

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Gleiche Chancen für alle in Deutschland? Von wegen. Die Bildungschancen und die Lebensqualität von Kindern hängen laut Sozialbericht stark von der sozialen Herkunft ab.

Die Bildungschancen von Kindern hängen in Deutschland weiter stark von der sozialen Herkunft ab. Zu diesem Ergebnis kommt der "Datenreport 2018". So hatte im Jahr 2017 mit 65 Prozent die überwiegende Mehrheit der Schüler an Gymnasien Eltern mit Abitur und Fachhochschulreife. Nur sieben Prozent der Gymnasiasten hatten Eltern mit Hauptschulabschluss, zwei Prozent hatten Mütter und Väter ohne allgemeinbildenden Abschluss. Im Gegenzug hatten lediglich 16 Prozent der Hauptschüler Eltern mit Abitur oder Fachhochschulreife. In der Studie steht außerdem, dass Hauptschüler die Schule als besonders belastend empfinden und hier am wenigsten Spaß haben.

Fast jeder sechste Minderjährige armutsgefährdet

Im Jahr 2016 waren laut Report mehr als 14 Prozent der unter elfjährigen Kinder in Deutschland armutsgefährdet. Überdurchschnittlich armutsgefährdet waren dem Bericht zufolge Kinder und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren mit knapp 18 Prozent. Im Durchschnitt sind gut 15 Prozent aller Menschen unter 18 betroffen - fast jeder sechste Minderjährige. Kinder von Eltern, die ausländische Wurzeln haben, sind den Angaben nach fast dreimal so häufig armutsgefährdet als andere.

Gesundheit von sozialer Herkunft abhängig

Auch die Lebensqualität von Kindern in Deutschland ist stark durch die soziale Herkunft geprägt. Je gebildeter und wohlhabender die Eltern, desto gesünder leben demnach auch die Kinder. Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien treiben seltener Sport, ernähren sich ungesünder und sind häufiger übergewichtig.

Die Zahl der Kinder in Deutschland ist in den vergangenen 20 Jahren um 14 Prozent gesunken. 2017 lebten demnach 13,4 Millionen Minderjährige in Privathaushalten, 2007 waren es noch 15,7 Millionen gewesen. Der Anteil der unter 18-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sank in dem Zeitraum von 19 auf 16 Prozent, wie die beteiligten Institutionen in Berlin bekanntgaben.

Der alle zwei Jahre erscheinende Sozialbericht ist ein Gemeinschaftswerk des Statistischen Bundesamtes, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) sowie der Bundeszentrale für politische Bildung. In diesem Jahr beziehen sich die Macher auf die UN-Kinderrechtskonvention von 1989, an die der internationale Tag der Kinderrechte am 20. November erinnert.

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