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"Grauer Montag" in den USA - DAX reagiert gelassen auf Dow-Jones-Kurssturz

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Die Anleger an der Frankfurter Börse blieben deutlich gelassener, als nach dem Einbruch an der Wall Street befürchtet. In den USA war es am Vorabend noch stärker bergab gegangen.

1600 Punkte im Minus: Der Dow Jones ist innerhalb eines Handelstages so stark abgerutscht wie noch nie. Auch auf den deutschen Aktienmarkt wirkten sich die Sorgen der Anleger leicht aus.

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Der DAX fiel am Morgen um 2,83 Prozent auf 12.328,61 Punkte. Ein für möglich gehaltenes Absinken unter die Marke von 12.000 Punkten blieb damit aus. Der größte Verlierer im Index war nach einem trüben Geschäftsjahr das Papier von Munich Re mit einem Minus von knapp fünf Prozent. Zur Mittagszeit stand der Leitindex bei 12.484,00 Zählern.

Sorge vor schnellen Zinssteigerungen in den USA

Mit seinen Verlusten folgte der deutsche Aktienmarkt den übrigen Weltbörsen. Am Montag war es in New York sogar zu einer panikartigen Flucht aus Aktien gekommen. Als Grund dafür gilt die Sorge, dass die Zinsen schneller steigen könnten als bislang erwartet - das würde Aktien weniger attraktiv gegenüber Anleihen machen.

"Das darf als Crash bezeichnet werden"

Zum Wochenauftakt hatte der Dow Jones 4,60 Prozent auf 24.345,75 Punkte nachgegeben. An den asiatischen Börsen ging es ebenfalls teilweise steil bergab, besonders in Japan: Der Leitindex Nikkei 225 verlor bis zum Handelsschluss fast 5 Prozent.

"Bisher war es eine normale Korrektur. Das, was heute passiert, darf aber als Crash bezeichnet werden", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Viele Anleger seien in regelrechte Panik verfallen. "Das ist eine Flucht aus Aktien." Nur wenige Investoren hätten freiwillig verkauft, die meisten seien durch den rasanten Kursverfall regelrecht dazu gezwungen worden.

Die Ausverkaufsstimmung schwappte aus den Vereinigten Staaten herüber - dort hatten sich die Investoren wegen der Furcht vor schnell steigenden Zinsen bereits am Freitag stark aus dem Aktienmarkt zurückgezogen. Dies setzte sich am Montag vor allem in den letzten beiden Handelsstunden mit hohem Tempo fort.

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