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Demokratiebewegung in Hongkong - Millionen-Protest gegen Peking

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Auch an diesem Wochenende lassen sich mehr als eine Million Hongkonger nicht davon abbringen, auf die Straße zu gehen - weder von Peking, noch vom heftigen Regen.

Die Demonstrationen in Hongkong werden immer größer: Hunderttausende sind bei strömendem Regen auf die Straßen gegangen, um ein friedliches Zeichen gegen den Einfluss Chinas zu setzen.

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In Hongkong sind wieder mehr als eine Million Anhänger der Demokratiebewegung auf die Straße gegangen. Bei der zentralen Kundgebung in der ehemaligen britischen Kolonie war der Victoria-Park bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Menschen ließen sich auch von heftigem Regen nicht davon abbringen, lautstark Freiheit und Demokratie zu fordern. Inzwischen richtet sich der Protest zunehmend gegen Peking direkt. Bis zum späten Abend (Ortszeit) blieb alles friedlich.

"Heute war noch nicht das Ende"

Demonstranten schützen sich mit Schirmen vor dem Regen.
Demonstranten schützen sich mit Schirmen vor dem Regen.
Quelle: Gregor Fischer/dpa

Rund um den Park war die Innenstadt auf mehreren Kilometern völlig dicht. Trotz eines offiziellen Verbots marschierten auch am späten Abend noch Zehntausende friedlich durch die Straßen. Die Polizei schritt jedoch nicht ein. Für den 31. August kündigte das Bündnis am Abend eine neue Großkundgebung an. "Heute war noch nicht das Ende", hieß es am in einem Appell. Aus Peking gab es keinerlei offizielle Reaktion.

Zuvor hatten Redner die Menge immer wieder aufgerufen, ruhig zu bleiben. Eine der Organisatorinnen, Bonnie Leung, sagte: "Wir hoffen, dass wir der Welt zeigen können, dass Hongkongs Bevölkerung völlig friedlich sein kann." Als ein mächtiger Regen begann, spannten die Demonstranten ihre Schirme auf und blieben stehen.

Säbelrasseln aus Peking

In den vergangenen Tagen hatte Peking eine massive Drohkulisse aufgebaut. Angesichts von Truppenbewegungen nahe Hongkong gibt es international Sorge vor einem militärischen Eingreifen wie 1989 bei der blutigen Niederschlagung der Proteste in Peking. Staatspräsident Xi Jinping hat sich zur Entwicklung in Hongkong noch nicht geäußert. Am 1. Oktober will die Volksrepublik ihr 70-jähriges Bestehen feiern.

Mehr zu den Protesten in Hongkong lesen Sie hier!

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