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Viel Papierkram - So kompliziert ist der Familiennachzug

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1.000 Menschen dürfen ab sofort pro Monat zu ihren Familienangehörigen mit subsidiärem Schutz nach Deutschland ziehen. Das Verfahren ist aufwendig und erfordert viel Papierkram.

Erstmals seit zwei Jahren können Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus ihre Angehörigen nachziehen lassen. Bundesweit allerdings nicht mehr als 1.000 pro Monat.

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Es war das Streitthema der Großen Koalition: der Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutz. Darunter fallen Menschen, denen zwar Gefahr in ihrem Herkunftsland droht, aber bei denen dennoch davon ausgegangen wird, dass sie nicht lange in Deutschland bleiben. Viele Syrer fallen beispielsweise in diese Kategorie.

Exakt 1.000 Menschen, so die ausgehandelte Quote, dürfen also pro Monat ab 1. August zu ihren Familienangehörigen nach Deutschland reisen. Das steht in einem Brief des Bundesinnenministeriums an die Länder vom 13. Juli. Aufgrund dieser Begrenzung gehe man davon aus, dass nicht alle Angehörigen einer Familie sofort nachziehen können. Erstmal gilt die Neuregelung des Nachzugs nur für die Kernfamilie, sprich Ehepartner, von Eltern zu ihren minderjährigen Kindern und von minderjährigen ledigen Kindern zu ihren Eltern. Geschwister von minderjährigen Kindern werden erst einmal nicht berücksichtigt.

Der Weg, um Familienangehörige nach Deutschland zu holen, weckt Erinnerungen an Zeichentrickfilm "Asterix erobert Rom": Darin müssen die beiden gallischen Helden den "Passierschein A38" aus der römischen Präfektur besorgen und werden dabei von einem Beamten zum anderen geschickt. Wer den Weg des Familiennachzugs beschreiten will, braucht einen langen Atem, muss viel Papierkram erledigen und sich mit drei Behörden auseinandersetzen - der Reihe nach:

Die Hürden für den Familiennachzug subsidiär Schutzberechtigter sind hoch. Erst in ein paar Monaten wird sich zeigen, ob tatsächlich die Zahlen von 1.000 Menschen pro Monat erfüllt werden oder ob es doch deutlich weniger Menschen sind, die letztlich einreisen dürfen. Das Interesse ist jedenfalls schon groß. Etwa 34.000 Terminwünsche lagen den deutschen Auslandsvertretungen in verschiedenen Ländern bis Ende Juli vor.

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