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Chronologie - Der Mordfall Susanna und die Ermittlungen

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Ein Jahr nach dem Tod der 14-jährigen Susanna ist der angeklagte Ali Bashar zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Wie die Ermittlungen in dem Fall liefen: ein Überblick.

Die 14-jährige Susanna wurde Opfer eines Gewaltdeliktes.
(Archivbild)
Quelle: Boris Roessler/dpa

Dienstag, 22. Mai 2018

Susanna kommt abends nicht nach Hause. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wird sie abends oder in der Nacht vergewaltigt und umgebracht.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Die Mutter meldet sie bei der Polizei am Wohnort in Mainz als vermisst.

Dienstag, 29. Mai 2018

Eine Bekannte von Susanna sagt der Mutter, dass das Mädchen tot sei und ihre Leiche an einem Bahngleis liege. Die Mutter wendet sich an die Polizei in Mainz und Wiesbaden. Die Beamten befragen die Hinweisgeberin zunächst nicht, weil sie auf Kurzurlaub mit ihrer Mutter ist.

Mittwoch bis Samstag, 30. Mai bis 2. Juni 2018

Die Polizei setzt bei der Suche unter anderem einen Hubschrauber ein, findet aber nichts. Der 20-jährige Ali Bashar fliegt mit seiner Familie am 2.6. von Düsseldorf zunächst nach Istanbul. Von dort aus fliegt er in den Nordirak.

Sonntag, 3. Juni 2018

Ein 13-Jähriger aus Ali Bashars Flüchtlingsunterkunft nennt den möglichen Tatort und Ali Bashar als möglichen Täter.

Montag bis Mittwoch, 4. bis 6. Juni 2018

Zwischen 300 und 400 Polizisten sind inzwischen mit dem Vermisstenfall beschäftigt. Am Mittwoch wird eine weibliche Leiche neben einem Bahngleis gefunden. Ein Verdächtiger (35) wird festgenommen.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Die Polizei gibt bekannt, dass Susanna tot ist. Sie wurde vergewaltigt und ermordet. Der Verdächtige wird freigelassen, er gilt als nicht dringend tatverdächtig.

Freitag, 8. Juni 2018

Ali Bashar wird am frühen Morgen von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen.

Samstag, 9. Juni 2018

Die Bundespolizei geleitet Ali Bashar in einer Lufthansa-Maschine von Erbil nach Frankfurt am Main. Von dort wird er sofort zur Vernehmung nach Wiesbaden gebracht.

Sonntag, 10. Juni 2018

Ali Bashar wird einer Haftrichterin vorgeführt, er kommt in Untersuchungshaft.

Sonntag, 25. November 2018

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden erhebt Anklage wegen Mordes und Vergewaltigung gegen den in Untersuchungshaft sitzenden Tatverdächtigen Irakers Ali Bashar.

Dienstag, 12. März 2019

Vor dem Landgericht Wiesbaden beginnt der Mordprozess. Der Angeklagte Ali Bashar gesteht die Tötung des Mädchens und entschuldigt sich. Die Vergewaltigung, die ihm in der Anklage ebenfalls vorgeworfen wird, bestreitet er.

Dienstag, 19. März 2019

Ali Bashar steht wegen einer weiteren Straftat vor dem Landgericht: Er soll zweimal eine Elfjährige vergewaltigt haben, bei einem Vorfall mit einem wesentlich jüngeren Mittäter.

7. Mai 2019

Auf der Jacke der getöteten Susanna sind DNA-Spuren des Angeklagten gewesen. Zudem wurde die DNA einer weiteren, aber unbekannten männlichen Person entdeckt.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Der Angeklagte hat nach Einschätzung einer Gutachterin eine schwere Persönlichkeitsstörung. Ali Bashar sei nur auf seine eigenen Bedürfnisse konzentriert und manipuliere dafür auch andere Menschen, erklärte die Psychiaterin vor dem Landgericht Wiesbaden.

Dienstag, 2. Juli 2019

In den Plädoyers fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Angeklagten Ali Bashar. Er habe die damals 14-Jährige im Mai 2018 erst vergewaltigt und dann ermordet, um seine erste Tat zu verdecken. Die Verteidigung verzichtet in ihrem Plädoyer auf ein konkretes Strafmaß.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Das Wiesbadener Landgericht verurteilt den angeklagten Ali Bashar zu lebenslanger Haft.

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