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Neuer AfD-Chef im Interview - Nazi-Begriff 'Umvolkung' "nicht rechtsextrem"

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Der neue AfD-Chef Tino Chrupalla wehrt sich gegen Vorwürfe, er verwende Begriffe aus der Nazi-Sprache wie "Umvolkung". Jedoch halte er den Begriff nicht für rechtsextrem.

Im ZDF-Interview dementiert der neue AfD-Chef Tino Chrupalla, Nazi-Sprache zu benutzen.

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4 min
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Am Sonntag wurde Tino Chrupalla auf dem Bundesparteitag in Braunschweig zum neuen Vorsitzenden der AfD und damit zum Nachfolger Alexander Gaulands gewählt. Unterstützung erhielt er vom radikalen Flügel um Björn Höcke, was für ihn jedoch ein ganz normaler Vorgang in einer Partei ist.

Chrupalla sieht mehrere Strömungen in Partei

"Wir haben mehrere Strömungen in der Partei, dazu gehört auch der Flügel", sagt Chrupalla im Interview mit der ZDF-Sendung Berlin direkt. Das sei ähnlich wie die Werte-Union in der CDU oder der Seeheimer Kreis in der SPD. Wer als Parteichef gewählt werden wolle, müsse auch "lagerübergreifend Positionen vertreten können", sagt er. Dies tue er und wirke darüber hinaus "integrierend", betont der neue AfD-Vorsitzende.

Kritik gibt es immer wieder an der Sprache vieler AfD-Politiker, insbesondere an der Verwendung von Begriffen wie "Umvolkung", die auch Chrupalla bereits verwendet hat. Er habe "nicht von 'Umvolkung' gesprochen", sagt er, "das möchte ich ganz klar dementieren". Gleichzeitig betont er aber: "Ich halte den Begriff 'Umvolkung' nicht für rechtsextrem."

Der Verfassungsschutz hat den Begriff jedoch der Nazi-Sprache zugeordnet und beobachtet den Flügel der AfD als Verdachtsfall. Völlig zu Unrecht, findet Chrupalla. Seiner Meinung nach agiere der Verfassungsschutz in Deutschland politisch, "um die größte Oppositionspartei zu schädigen und zu diffamieren", so der AfD-Chef.

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