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Deutliche Verluste - Grüne: "Auf Rot-Grün zu setzen, war richtig"

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Fünf Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl 2013: Die Grünen haben bei der Wahl in Niedersachsen deutlich Stimmen verloren. Trotzdem: Auch wenn es für Rot-Grün nicht reicht, könnten die Grünen an der neuen Regierung beteiligt sein.

Die Grünen möchten sich noch nicht zu möglichen Koalitionspartnern äußern. Bei der letzten Landtagswahl stand erst spät fest, dass Rot-Grün eine Mehrheit hat.

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"Es war schwierig, drei Wochen nach der Bundestagswahl in die Landtagswahl zu gehen", sagte Grünen-Chefin Simone Peter. "Es gab Landesspezifika, aber der Ansatz, auf Rot-Grün zu setzen, war richtig." Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel freut sich, dass das AfD-Ergebnis so schwach ist. "Rot-Grün hat die Rechten ganz deutlich drücken können. Wir warten mal ab, ob es am Ende nicht doch für Rot-Grün reicht." "Wir wollten dritte Kraft bleiben, das haben wir geschafft", sagte niedersächsische Grünen-Bundes-Politiker Jürgen Trittin.

Appell an die FDP

Trotz der großen Verluste bei der Landtagswahl hoffen die Grünen im Bund auf eine Regierungsbeteiligung in Hannover - und appellieren an die FDP, eine Ampel-Koalition nicht auszuschließen. "Ich finde, demokratische Parteien sollten gerade angesichts des Ergebnisses von Rechtspopulisten prinzipiell untereinander gesprächsfähig, aber auch koalitionsfähig sein", sagte Parteichef Cem Özdemir. Das gebiete der Respekt vor den Wählern.

"Ich interpretiere das Wahlergebnis auch so, dass die Wähler eine Fortsetzung der bisherigen Koalition wollen", sagte Özdemir. Zunächst war angesichts der Hochrechnungen am Sonntagabend unklar, ob es für die Fortsetzung von Rot-Grün in Niedersachsen nicht doch noch reichen könnte. FDP-Chef Christian Lindner und FDP-Vize Wolfgang Kubicki bekräftigte, dass seine Partei in dem Land keinesfalls für eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP zur Verfügung stehe.

Verluste schmerzhaft

Peter sagte, die Grünen wollten in Niedersachsen weiter ökologische und gerechte Politik machen. Beide betonten, dass ihre Partei trotz der Verluste das zweitbeste Ergebnis für sich in Niedersachsen geholt hätten, die Verluste aber schmerzhaft seien.

Debatten über die Bildung einer Jamaika-Koalition halten die Grünen in Niedersachsen für verfrüht, wollen ein Bündnis mit CDU und FDP aber auch nicht ausschließen. Grünen-Spitzenkandidatin Anja Piel sagte: "Wir führen jetzt keine Debatte über Jamaika, sondern wir hoffen, dass es für eine Fortsetzung von Rot-Grün reicht." Bis zum endgültigen Ergebnis der Wahl sei eine Debatte über andere Bündnisse verfrüht.

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