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Wem fallen Deutsch-Kurse schwer - und warum?

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Zuwanderer und Sprache - Wem fallen Deutsch-Kurse schwer - und warum?

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In den Sprachkursen für Zuwanderer drücken die unterschiedlichsten Menschen die Schulbank. Eine Statistik zeigt Unterschiede zwischen Ethnien, und das Ministerium nennt Gründe.

Teilnehmer in einem Deutschkurs. Archivbild
Teilnehmer in einem Deutschkurs. Archivbild
Quelle: Hendrik Schmidt/zb/dpa

Bei den Deutsch-Tests für Zuwanderer tun sich Teilnehmer aus Somalia und Eritrea besonders schwer. Nur ungefähr jeder vierte Teilnehmer aus den beiden armen ostafrikanischen Ländern erreichte das für die selbstständige Verständigung im Alltag nötige Niveau B1. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an den AfD-Bundestagsabgeordneten Rene Springer hervor.

Unter den Teilnehmern aus dem Irak schaffen demnach knapp 29 Prozent B1; bei den Afghanen ist es jeder Dritte, bei den Syrern fast jeder Dritte.

Gründe für statistische Entwicklung

Generell ist der Anteil der Teilnehmer, die das Sprachniveau B1 nicht erreichen, im Verlauf der vergangenen Jahre gestiegen. Das liege vor allem auch daran, dass der Anteil der Menschen gestiegen sei, die das Lesen und Schreiben ganz oder weitgehend noch lernen müssten, erklärte das Ministerium.

Für den Umstand, dass die Durchfallquoten früher noch besser waren, nennt das Ministerium einen weiteren Grund: 2014 etwa bestand noch knapp die Hälfte der Kursteilnehmer aus EU-Ländern - das wirkte sich auf den Durchschnitt aus. Denn solche Menschen können in der Regel bereits gut lesen und schreiben, verfügen über eine gute Grundbidlung und sind gewohnt Fremdsprachen zu erlernen.

Besonders gut schneiden beim Deutsch-Sprachkurs übrigens Ukrainer ab (78,7 Prozent auf Niveau B1). Bei mindestens 70 Prozent liegen Menschen aus Bosnien-Herzegowina sowie Inder, Rumänen, Polen, Nordmazedonier und Brasilianer.

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