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Bei Protesten an Kunsthochschule - Deutsche in Hongkong festgenommen

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In Hongkong sind zwei Deutsche festgenommen worden. Es sollen Austauschstudenten an einer Kunsthochschule sein, an der es Ausschreitungen gab. Die Proteste reißen indes nicht ab.

Proteste in Hongkong am 15.11.2019
Demonstranten in Hongkong
Quelle: AP

Nach einem Bericht der "Bild" sind in Hongkong zwei Deutsche festgenommen worden. Das Auswärtige Amt habe die Festnahmen bestätigt, hieß es. Dieses teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: "Unser Generalkonsulat in Hongkong betreut zwei deutsche Staatsangehörige konsularisch und steht im Kontakt zu deren Rechtsanwalt sowie den Behörden vor Ort." Dem Zeitungsbericht zufolge soll es sich bei den beiden Deutschen um Austauschstudenten einer Kunsthochschule handeln, an der es zuletzt Ausschreitungen gab.

Die seit mehr als fünf Monaten anhaltenden Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungsregion richten sich gegen die Regierung: Die Demonstranten fordern freie Wahlen, eine unabhängige Untersuchung von Polizeibrutalität sowie Straffreiheit für die bereits weit mehr als 4.000 Festgenommenen. Auch der Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam gehört zu ihren Forderungen. Die Gewalt in Hongkong war in den vergangenen Tagen eskaliert.

Gewalt nimmt zu - zwei Tote

Am Rande der Proteste hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Behörden am Donnerstagabend mitteilten, erlag ein 70-jähriger Mann seiner schweren Verletzung. Lokale Medien berichteten, dass der Mann am Mittwoch in einer Auseinandersetzung zwischen Anti-Regierungsdemonstranten und Anwohnern von einem Pflasterstein am Kopf getroffen worden war. Der 70-Jährige hatte demnach mit anderen versucht, von Demonstranten zur Blockade ausgelegte Steine von der Straße zu räumen. In anderen Berichten hieß es, er habe auch Videos und Fotos gemacht. Die Polizei stufte die Tat als Mord ein.

Auf einem Video des tödlichen Vorfalls ist zu erkennen, wie sich schwarz gekleidete Demonstranten und eine andere Gruppe mit Steinen und anderen Objekten bewerfen. Der Mann wird von einem Objekt getroffen und fällt zu Boden.

Vergangene Woche bestätigten die Behörden den Tod eines Studenten, der am Rande von Ausschreitungen von einem Parkhaus gestützt war. Am Montag hatte ein Polizist einem jungen Demonstranten in den Bauch geschossen. Sein Zustand hatte sich im Laufe der Woche gebessert. Ebenfalls am Montag zündete ein radikaler Demonstrant einen Sympathisanten der Regierung an. Sein Zustand ist kritisch. Gleiches gilt für einen 15-Jährigen, der laut Berichten von einem Tränengas-Kanister am Kopf getroffen worden war.

Proteste in Hongkong am 15.11.2019
Proteste in Hongkong - die Polizei ist präsent.
Quelle: dpa

Attacke auf Justizministerin?

Wegen eines mutmaßlichen Angriffs von Demonstranten auf Hongkongs Justizministerin in London ermittelt die britische Polizei. Teresa Cheng Yeuk-wah sei von Dutzenden China-Gegnern und Unabhängigkeitsbefürwortern umringt und attackiert worden, teilte die chinesische Botschaft in London am Freitag mit. Sie sei zu Boden gestoßen worden und habe eine Handverletzung erlitten. Scotland Yard bestätigte, dass eine Frau am Donnerstagabend mit Verletzungen am Arm ins Krankenhaus gebracht wurde, äußerte sich aber zum Hergang des Vorfalls zurückhaltend. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an, hieß es. Festnahmen habe es keine gegeben.

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