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Deutsche Rentenversicherung Bund - Rentenkasse 2016 mit 2,2 Milliarden Euro Minus

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Die Rentenkasse schreibt erneut ein Minus. 2,2 Milliarden Euro fehlen. Das Defizit sei aber nicht auf eine schlechte Lage zurückzuführen, versichert die Rentenversicherung. Verantwortlich seien unter anderem geplante Änderungen - etwa die Ausweitung der Mütterrente.

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Die Rentenkasse hat im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) dem ZDF bestätigte, lagen die Ausgaben 2016 bei 282,7 Milliarden Euro, die Einnahmen dagegen nur bei 280,5 Milliarden Euro. Die DRV bestätigte damit einen Bericht der Dortmunder "Ruhr Nachrichten".

Hintergrund sind den Angaben der Rentenversicherung zufolge Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre wie die Ausweitung der Mütterrente, aber auch die relativ hohe Rentenerhöhung im vergangenen Jahr. Insofern sei das Defizit "nicht Ausdruck einer schlechten Lage der Rentenversicherung, sondern Folge des gesetzlich vorgegebenen und geplanten Abbaus der Rücklagen".

Diese lagen demnach 2016 bei 32,4 Milliarden Euro und damit bei ihrer gesetzlich vorgegebenen Höchstgrenze. Die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen seien zugleich im vergangenen Jahr um mehr als vier Prozent gestiegen. Der Rentenbeitrag von derzeit 18,7 Prozent könne aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2021 stabil bleiben. Weitere Einzelheiten zu ihrer Finanzlage will die DRV am Donnerstag auf ihrer Bundesvertreterversammlung in Augsburg bekannt geben.

Minus höher als im Jahr zuvor

Die "Ruhr Nachrichten" wiesen darauf hin, dass das Minus der gesetzlichen Rentenversicherung 2016 um gut 600 Millionen Euro höher ausfiel als im Jahr zuvor. 2014 hatte die Rentenversicherung noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 rutschte sie dann wegen steigender Ausgaben mit 1,59 Milliarden Euro ins Minus.

Unter Berufung auf den Entwurf des Bundesfinanzministeriums für den Bundeshaushalt 2018, der am Mittwoch im Kabinett beraten wird, berichtete das Blatt weiter, auch die Bundesregierung gehe von einem bis 2021 stabilen Rentenbeitrag aus. Zuletzt war dieser Anfang 2015 um 0,2 Prozentpunkte gesenkt worden.

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