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Als erster Deutscher - Astro-Alex übernimmt Kommando auf der ISS

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Alexander Gerst schreibt mal wieder Geschichte: Als erster Deutscher - und zweiter Europäer - hat der deutsche Astronaut heute das Kommando auf der ISS übernommen.

Alexander Gerst bereitet sich auf der ISS auf einen Ausstieg ins Weltall vor.
Seit Juni auf der ISS: der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Quelle: esa/alexander gerst/dpa

In einer feierlichen Zeremonie übergab Gersts US-amerikanischer Kollege Drew Feustel dem 42 Jahre alten Bordingenieur aus Baden-Württemberg die Funktion als Kommandeur auf der Internationalen Raumstation. Gerst arbeitet seit Juni auf der ISS und wird dort noch bis Dezember bleiben. "Das ist eine erstaunliche Maschine", sagte Gerst bei der Übernahme. Feustel und zwei weitere Raumfahrer kehren auf die Erde zurück.

Alexander Gerst schreibt 400 Kilometer über der Erde damit ein neues Kapitel europäischer Raumfahrtgeschichte: Vor ihm hatte mit dem Belgier Frank de Winne im Jahr 2009 erst einmal ein europäischer Astronaut das Kommando auf der ISS inne. Bei diesem Job wechseln sich sonst in der Regel US-Amerikaner und Russen ab.

Gerst hatte am 8. Juni seinen zweiten Langzeitaufenthalt nach 2014 auf der Internationalen Raumstation angetreten. Seither nahmen der als Astro-Alex populär gewordene ESA-Raumfahrer und seine Kollegen auf der ISS eine Vielzahl von Experimenten im Rahmen der Mission "Horizons" in Angriff. Der Kommando-Job ist nun der zweite Teil seiner Mission.

Alexander Gerst strebt als neuer Kommandant der ISS an, alle geplanten Experimente durchzuführen. Das Wichtigste sei aber, dass alle Astronauten als Freunde wieder zurückkommen.

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Das sind Gersts Aufgaben als Kommandant

Laut Gerts Vorgänger Frank de Winne ist der Kommandant auf der ISS vor allem dazu da, den Arbeitsablauf auf der Raumstation sicher zu stellen. Er muss davor sorgen, dass die Wissenschaftler und Techniker das eng getaktete Arbeitsprogramm einhalten können.

Richtig die Führung übernehmen muss Gerst als Kommandeur beim Notfalltraining und - wenn er eintritt - beim Notfall selbst. Priviliegien hat er laut dem Belgier de Winne keine - "außer dass man bei der täglichen Planungskonferenz als Erster mit der Bodenkontrolle sprechen darf".

Gerst: "Eine Ehre"

"Was für eine Ehre", hatte Gerst zu Beginn seiner Reise ins All formuliert. "Die größten Raumfahrtagenturen der Erde vertrauen mir die komplexeste und wertvollste Maschine an, die Menschen jemals gebaut haben." Dies ist normalerweise ein Privileg, das Russland und die USA als Hauptzahler der milliardenteuren ISS für sich in Anspruch nehmen. Außer Gerst und de Winne bildeten bislang ein Kanadier und ein Japaner eine Ausnahme von dieser Regel.

Die ISS hatte Anfang September für Schlagzeilen gesorgt, weil ein kleines Loch in der angedockten Sojus-Raumkapsel entdeckt worden war. Das Leck wurde zwar schnell abgedichtet, die Ursache dafür ist aber noch offen. Experten prüfen sogar, ob ein Raumfahrer im All das Loch gebohrt haben könnte.

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