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Deutsches Rettungsschiff - Mehrere Notfälle auf "Alan Kurdi"

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Die "Alan Kurdi" ist erneut mit geretteten Migranten im Mittelmeer unterwegs. Wieder zeigt sich: Je länger es keinen Hafen gibt, desto kritischer wird die humanitäre Lage an Bord.

Das Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi". Archivbild
Das Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi". Archivbild
Quelle: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa

Die Lage an Bord des deutschen Rettungsschiffes "Alan Kurdi", das seit Tagen im Mittelmeer nach einem Hafen sucht, hat sich nach Angaben der Organisation Sea-Eye zugespitzt. Am Sonntag seien vier Menschen ohnmächtig zusammengebrochen und zwei weitere am Montagmorgen, teilte Sea-Eye-Sprecher Julian Pahlke mit.

Noch immer sei dem Schiff kein sicherer Hafen zugewiesen worden. Die "Alan Kurdi" hatte am vorigen Donnerstag bei zwei Einsätzen vor der libyschen Küste 84 Migranten an Bord genommen.

Insgesamt 15 wurden bei zwei Notevakuierungen zwischenzeitlich auf die italienische Insel Lampedusa gebracht. Wie es weitergeht, ist unklar.
"Die Seenotleitstellen in Rom, Malta und Bremen verweisen jeweils aufeinander, und keiner übernimmt mehr Verantwortung. Wir werden herumgereicht", sagte Pahlke der Deutschen Presse-Agentur. Neben der "Alan Kurdi" ist derzeit auch die "Ocean Viking" von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen mit 60 Geretteten im Mittelmeer unterwegs.

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