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Deutschland gegen Schweden - Neue Zuversicht in der Sonne von Sotschi

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Nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko muss gegen Schweden dringend ein Sieg her. Der soll nicht nur mit neuen Spielern, sondern auch mit einer besseren Einstellung gelingen.

Training der DFB Nationalmannschaft in Sochi.
Beim Training der deutschen Nationalmannschaft in Sotchi geben sich die Spieler samt Trainer gelöst. Quelle: imago

Joachim Löw wirkte in den vergangenen Tagen, als erlebe er eine besonders gute Zeit. Mit einem Lächeln im Gesicht joggte er vor dem Frühstück die Strandpromenade der Olympiastadt Sotschi entlang. Der 58-Jährige winkte entspannt in Fernsehkameras, hielt ein Schwätzchen mit Journalisten und blieb artig für Fotos mit deutschen Fans stehen.

Aufbruchsstimmung am Strand

Von Krise oder gar Verzweiflung zumindest bei ihm keine Spur. Der Bundestrainer setzte auf die Kraft der positiven Bilder, als gelte es mit vorgeführter Tatkraft ein Gegengewicht gegen düstere Schlagzeilen und unsachliche Kritik aus der Heimat zu setzen. 

Dass ohne Sieg gegen Schweden das frühe Aus bei der WM droht, weiß Löw natürlich auch. Nach einer umfassenden Fehleranalyse aber hat sich im Süden Russlands (an jenem Ort, an dem die deutsche Auswahl 2017 den Confed-Cup gewann) Aufbruchsstimmung entwickelt.

Nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko muss für die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Schweden dringend ein Sieg her. Der soll nicht nur mit neuen Spielern, sondern vor allem mit einer besseren Einstellung gelingen.

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Mentalität von elf Kriegern

Samy Khedira spricht mit Journalisten
Samy Khedira übt Selbstkritik Quelle: dpa

Kaum ein Führungsspieler ließ die Gelegenheit aus, Selbstkritik zu üben. Zuerst in einer internen Aussprache, dann in aller Öffentlichkeit. Löw dagegen schwieg bis heute und ließ seine Spieler die PR-Arbeit verrichten. Die haben es schließlich verbockt gegen Mexiko und versprechen nun, "dass wir ein anderes Gesicht zeigen werden" (Mats Hummels/Bayern München).

Nicht das taktische System sei das Problem gewesen, sondern die lasche Einstellung. Die "Mentalität von elf Kriegern" müsse man "wieder reinbekommen. Dann haben wir die fußballerische Qualität, schöne Tore zu erzielen", sagte Sami Khedira.

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Löw: Nur kleine Korrekturen

Am Tag vor dem zweiten Gruppenspiel (20 Uhr/live in der ARD) schalte sich Löw in die Debatte ein und versprühte ein grundsätzliches Vertrauen in seinen Kader. "Morgen muss diese Reaktion zu spüren und zu sehen sein. Diese schmerzliche Niederlage gegen Mexiko ist kein Grund alles in Frage zu stellen. Wir sind in der Weltspitze immer noch weit oben, aber es bedarf kleinerer Korrekturen", sagte Löw.

Die WM 2018 sei eine WM "der Hingabe und Leidenschaft". Gegen die Waffen kleinerer Nationen sei "Energie und eine andere Körpersprache" das richtige Mittel. Die Mannschaft habe gegen Mexiko keine gute Raumaufteilung gehabt. "Wir werden eine Reaktion zeigen und wir müssen liefern", verspricht Löw. Er forderte von seiner Offensivabteilung, "in die Tiefe zu gehen" und "alle nötigen Laufwege" zu machen. Gegen Mexiko habe "jeder gedacht, er müsse vorne mitmischen".  Einstellung und Power sind für Löw die Grundvoraussetzungen.

Gomez und Reus?

Pressekonferenz: Joachim Löw
Joachim Löw setzt auf ein gutes Team. Quelle: dpa

Wer den heiklen Job im deutschen Angriff gegen die Skandinavier erledigen wird, behielt Löw noch für sich. Dass aber Mario Gomez (VfB Stuttgart) mit auf dem Podium saß, wird als Hinweis auf dessen Einsatz gewertet. "Kann sein, dass er spielt", sagte ein gut gelaunter Löw und konterte den Versprecher eines Journalisten mit der Ansage, Löw werde definitiv nicht spielen. Ein Journalist hatte zuerst Löw als Gomez angesprochen und obendrein gefragt, ob Löw spielen werde.

Ebenso gilt als sicher, dass der Dortmunder Marco Reus in der Startelf steht. Sonst wird über eine Dreierkette oder zwei Stürmer (Gomez und Timo Werner/RB Leipzig) spekuliert und gerätselt, ob Mesut Özil (Arsenal) spielt und Thomas Müller (Bayern München) eine zweite Chance erhält. Der Einsatz von Verteidiger Hummels ist dagegen wegen einer Halswirbelverletzung fraglich. Hummels wird wohl durch Niklas Süle (Bayern München) ersetzt.

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