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Bilanz 2018: Minus 4,2 Prozent - Weniger CO2-Emissionen im vergangenen Jahr

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Die deutschen Treibhausgasemissionen sind 2018 nach vier Jahren Stagnation wieder gesunken. Der Rückgang betrug 4,2 Prozent, wie das Umweltbundesamt in Berlin mitteilte.

Weltweit ist der Ausstoß an Kohlendioxid wieder gestiegen
Weltweit ist der Ausstoß an Kohlendioxid wieder gestiegen
Quelle: dpa

Der heiße Sommer, höhere Benzin- und Kohlepreise sowie der Ausbau erneuerbarer Energien haben den Treibhausgas-Ausstoß Deutschlands erstmals seit Jahren wieder gedrückt. 2018 wurden knapp 869 Millionen Tonnen Klimagase in die Atmosphäre geblasen und damit 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die am Dienstag veröffentlichte vorläufige Berechnung des Umweltbundesamtes zeigt.

Damit ging erstmals seit vier Jahren der Ausstoß wieder nennenswert zurück - und laut Umweltzministerin Svenja Schulze (SPD) bedeuteten die Zahlen einen größeren Rückgang als in den fünf Jahren zuvor zusammen. Dies schloss auch den Verkehrssektor ein. Neben dem Ausbau von Wind- und Solarstrom machte sich der heiße Sommer und der milde Winter bemerkbar: So wurde zum einen weniger geheizt. Zum anderen verteuerte das Niedrigwasser vieler Flüsse die Transportkosten für Kohle, Heizöl oder Benzin. Dadurch wurde weniger gefahren und auch weniger Kohle in Kraftwerken verbrannt.


Von Klimazielen weit entfernt

Doch trotz des Rückgangs ist Deutschland von seinen Klimazielen noch weit entfernt. Im Vergleich zu 1990 ging der Treibhausgas-Ausstoß um 30,6 Prozent zurück. Bis 2020 sollten es aber eigentlich 40 Prozent sein. Prognosen sagen bis dahin jedoch allenfalls einen Rückgang um 32 bis 33 Prozent voraus.

Damit wenigsten das international verbindliche Ziel für 2030 von 55 Prozent erreicht wird, hat Umweltministerin Schulze den Entwurf eines Klimaschutzgesetzes vorgelegt. Er ist allerdings in Koalition und der Regierung umstritten und liegt auf Eis. "Dieses Gesetz muss dieses Jahr beschlossen werden, ebenso wie Maßnahmenpakete in allen Bereichen, damit Deutschland wieder auf Zielkurs kommt", erklärte die SPD-Politikerin nun. "Die Bundesregierung fängt nicht bei null an, wir müssen aber mehr Tempo machen." Es würden 2019 mehrere Klimagesetze verabschiedet, das sei das Ziel. "2019 muss ein Klimaschutzjahr werden", ergänzte Schulze.

Vom Rückgang der Emissionen von insgesamt 38 Millionen Tonnen entfielen mehr als ein Drittel auf die Kraftwerke. Die Transportprobleme auf den Flüssen aber auch der deutlich gestiegene Preis für Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte führte zum Aus einer Reihe von Kohlekraftwerken. Besonders die höheren Diesel- und Benzinpreise trugen wiederum zum Rückgang von fünf Millionen Tonnen im Verkehr bei. Wegen des gestiegenen Heizölpreises und des milden Winters wurden in den Haushalten 15 Millionen Tonnen Treibhausgas weniger produziert.

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